Einsatz für ein lebenswertes Bernau

von Redaktion

Die Grünen benennen ihre Kandidaten

Bernau – Zahlreiche Mitglieder und Gäste füllten den Nebenraum des „Sportiv“ im Tenniszentrum bei der Listen-Aufstellung der Bernauer Grünen für die Gemeinderatswahl 2020. Nach entsprechenden Beschlüssen des Ortsverbands zu Stimmrecht und Frauenstatut konnte Versammlungsleiter und Ortsverbands-Sprecher Ferdinand Hinke einen ausgewogenen Listen-Vorschlag präsentieren: Immer abwechselnd eine Frau und ein Mann in der Reihenfolge und viele junge Bürger, auch auf den vorderen Listenplätzen. Viele Ortsteile und Berufe sind vertreten.

Spitzenkandidat Severin Ohlert, gleichzeitig Bewerber fürs Bürgermeisteramt, sagte bei seiner Vorstellung, dass er sich schon jetzt auf die bereits im Ortsverband gewohnt gute Zusammenarbeit mit einem Team freue, das jugendlichen Elan mit der Erfahrung altgedienter Gemeinderäte kombiniere. Gerade für die jüngeren Wähler sei es wichtig, dass es mit den Grünen eine Partei gebe, die deren Interessen und die ihrer Kinder und Enkel verinnerlicht habe, sei es bei Klima- und Artenschutz oder bei bezahlbarem Wohnraum oder bei Reduzierung des gefährlichen, lauten Autoverkehrs in der Ortsmitte. Im Gegensatz zu manchen Bürgerlisten habe sich jeder Kandidat der Grünen auf die enkeltauglichen Grundwerte der Partei und ein umfangreiches Maßnahmen-Programm verpflichtet, das im Internet nachzulesen sei: Vorrang für die Lebensqualität der Bernauer durch Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und einer intakten Umwelt, abgewogen mit einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung. Fraktionssprecher Sepp Genghammer verwies dazu auf einen kürzlich abgelehnten Antrag der Grünen im Gemeinderat, dass jeder Beschluss mit den Zielen des Klimaschutzes abgewogen werden müsse. Das müsse, erweitert auf alle Nachhaltigkeits-Kriterien, mit künftig anderen Mehrheitsverhältnissen realisiert werden, wenn Bernau und die Welt auch für die Enkel noch lebenswert sein sollen.

Seine Gemeinderatskollegin Pia Ostler wies in diesem Zusammenhang auf die Forderung zur Reduzierung des Flächenverbrauchs hin, sei es in Form von verdichtetem Wohnungsbau oder einem maßvollen Ausbau der A8 mit vier plus zwei Spuren. „Wo sollen denn unser Enkel noch wirtschaften, wenn das so weitergeht?“ Der öffentliche Verkehr in und um Bernau müsse außerdem so leistungsfähig werden, daß Touristen und Einheimische weitgehend auf ein Auto und damit CO2- und Lärm-Emissionen verzichten können, zum Beispiel ein Ortsbus-Verkehr mit enger Taktung. Und Hinke betonte, dass auch die Bürger wieder mehr an Entscheidungen beteiligt und vor allem mit Mitteln des Internets auch viel besser informiert werden müssten. Da seien gewaltige Defizite aufzuholen, die von den Grünen in der Vergangenheit zwar immer wieder beantragt, aber dann von den anderen Gruppierungen abgelehnt worden seien. Auch die anderen Bewerber zählten weitere Programmpunkte auf, die alle auf eine Verbesserung der Lebensqualität in Bernau abzielen. Schließlich wurde die vorgeschlagene Liste, das „Team Ohlert“, einstimmig in geheimer Wahl angenommen, ebenso die Ersatzleute.

Die Liste im Überblick

1. Severin Ohlert, 30, Student; 2. Pia Ostler, 57, Landschaftsökologin; 3. Ferdinand Hinke, 28, Historiker und Buchhändler; 4. Ursula Zeitlmann, 50, Juristin, 5. Sepp Genghammer, 64, Diplom-Ingenieur; 6. Franziska Ostler, 25, Grundschullehrerin; 7. Michael Schekatz, 66, Rentner; 8. Hanna Fochler, 57, Masseurin; 9. Heribert Burdick, 68, Rentner; 10. Karin Pichlbauer, 59, Diplom-Soziologin; 11. Hermann Feicht, 78, Pensionist, 12. Christina Laske, 29, Gymnasiallehrerin; 13. Lorenz Genghammer, 30, Mittelschullehrer; 14. Jutta Schekatz, 67, Rentnerin; 15. Jens Poschmann, 53, Lehrer; 16. Lorella Sbardellotto, 50, Heilpraktikerin; 17. Simon Hinterholzer, 62, Fachmakler für Gastronomie-Betriebe; 18. Dr Angelika Muche, 54, Zahnärztin; 19. Johann Dewald, 68, Rentner; 20. Christine Schelshorn-Hohenthanner, 53, selbstständige Versicherungsvermittlerin.

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