Prien – Eine Anliegerversammlung von Betroffenen der „Ersterschließung-Maßnahme Kampenwandstraße Prien“ fand kürzlich statt. 74 Prozent der Mitglieder waren anwesend beziehungsweise durch Vollmacht vertreten. Das Kernteam der Anliegergemeinschaft berichtete über ihre Arbeit der vergangenen zwei Jahre und den aktuellen Stand. Die ersten Vorausleistungsbescheide hat die Gemeinde am 1. Juli ausgestellt. Viele Anlieger haben dagegen Widerspruch eingelegt und teilweise persönlich bei der Gemeinde abgegeben. Mit Schreiben vom 30. September hat die Gemeinde mitgeteilt, dass sie dem Widerspruch nicht stattgibt und zur Entscheidung an die Rechtsaufsicht beim Landratsamt Rosenheim weiterleitet. Gegen einen Bescheid hat der Rechtsanwalt der Anliegergemeinschaft Widerspruch eingelegt und weitere Unterlagen von der Gemeinde angefordert, auf die derzeit gewartet wird. Viele Teilnehmer hatten ihren Unmut zum Ausdruck gebracht: Es sei nicht zu erkennen, dass die Kampenwandstraße noch nicht erschlossen war und die Betroffenen hätten trotz Forderungen noch keine Erklärung erhalten. Laut Bürgermeister Jürgen Seifert sei die Kampenwandstraße in Prien die einzige Straße, die nach diesem Modell abgerechnet werde.