Traunstein – Einen anregenden Literaturabend organisierte der englische Freundschaftsclub Haywards Heath in der Stadtbücherei Traunstein. Veranstalter Dr. Ludwig Wagatha hatte diesmal die beiden Autoren Mark Twain (1835 bis 1910) und William Faulkner (1897 bis 1962) ausgesucht.
Die Abenteuer des Huckleberry Finn mit seinen farbenfrohen, humorvollen, aber auch böse-satirischen Beschreibungen der Gesellschaft im Süden vor dem Bürgerkrieg. Seine beiden jungen Protagonisten durchschauen den alltäglichen Rassismus, die Heuchelei und Verlogenheit der sie umgebenden Verhältnisse.
Wagatha, verstand es hervorragend, in seinem freien Vortrag in englischer Sprache Leben und Werk der beiden Schriftsteller darzustellen. Die Amerikanerin Allison Kollmayer, die in Eisenärzt mit einem Deutschen verheiratet ist und Eva Wagatha, Tochter des Hauptreferenten, die lange in England und Australien lebte, lasen dazu abwechselnd ausgewählte Texte aus den Werken der beiden Schriftsteller in der englischen Originalsprache.
William Faulkner, der 1949 den Nobelpreis erhielt, nannte Mark Twain den „Vater der amerikanischen Literatur“. Etwa 50 Jahre nach Twain schrieb Faulkner auch über Leben und Tod auf dem Mississippi.
Sein Roman „Als ich im Sterben lag“ („As I Lay Dying“), erschienen 1930, handelt von einer Familie, die eine Leiche während eines Mississippi-Hochwassers transportiert. Das Ziel des Literaturabends, den Hörern einen Einblick zu geben, welch starken Impuls beide Autoren auf die amerikanische Literatur hatten, wurde eindrucksvoll von den drei Protagonisten erreicht, was die Gäste betonten. gi