Traunstein – Kürzlich fand die Mitgliederversammlung der Jungen Union (JU) in Traunstein mit Neuwahlen statt. In ihrem Bericht resümierte die Ortsvorsitzende Isabelle Thaler, dass die Legislaturperiode 2017 bis 2019 voller politischer Präsenz mit einer Vielzahl an wiederkehrenden Veranstaltungsformaten und Aktionen war, die sowohl „parteien- als auch generationsübergreifend“ waren.
Jährlich wird die von Thaler initiierte Informationsveranstaltung „Kommunalpolitik an Schulen“ organisiert, bei der Schüler der elften Klassen zuerst in Aufbau, Funktionen und Arbeit der Kommunalpolitik und des Wahlsystems eingeführt werden, anschließend alle Jugendparteien Traunsteins kennenlernen und im letzten Teil Fragen an die Podiumsteilnehmer stellen können.
Sie kämpft für bessere
Sitzungszeiten
Wichtig ist der JU auch der generationenübergreifende Diskurs. Deswegen wird jedes Jahr das Boccia-Turnier „Alt gegen Jung“ für die Sommerzeit und ein Kegelturnier für die kalte Jahreszeit veranstaltet. Diese Turniere, die zusammen mit der Seniorenunion organisiert werden, bieten einen wichtigen Austausch zwischen Junioren und Senioren und zeigen, dass man sich gegenseitig unterstützen soll und voneinander lernen kann.
Thaler, die das jüngste Mitglied im Traunsteiner Stadtrat ist, gab auch einen kurzen Einblick in die Stadtratsarbeit und kündigte an, dass die JU sich weiter um eine Verlegung der Sitzungszeiten in die Abendstunden bemühen werde, auch, wenn ihr Antrag zuletzt im Stadtrat keine einzige Zustimmung außer ihrer fand. „Momentan sind bestimmte Berufsgruppen mit einer Eintrittshürde versehen, da sie sich nachmittags nicht freinehmen können und somit auf eine Bewerbung um ein Mandat verzichten müssen.“
Die Stadtpolitik lebe jedoch davon, dass viele unterschiedliche Sichtweisen eingebracht werden können. Außerdem könne es als ein Instrument angesehen werden, um eventuell gesunkenem Interesse an Politik entgegenzuwirken. Denn eine zeitlich spätere Einberufung von Sitzungen ermögliche nicht nur den Mitgliedern teilzunehmen, „sondern auch Bürgern, die sich aus erster Hand über die Stadtpolitik informieren wollen“, so heißt es im Antrag der JU.
Die JU hat angedacht, sich über ein Fest namens „Bier und Salz in Traunstein“ nähere Gedanken zu machen, bei dem auf dem Gelände des neuen Salinenparks sowohl Traunsteins Geschichte als auch Bäckereien und Brauereien vorgestellt werden.
Höchste Priorität hat aber zunächst der anstehende Kommunalwahlkampf, bei dem die JU den gemeinsamen OB-Kandidaten von UW und CSU, Dr. Christian Hümmer, unterstützt. Die JU selbst schickt fünf Kandidaten ins Rennen: Isabelle Thaler, Konrad Baur, Florian Kick, Bernadette Altinger und Andreas Kaiser. Die neue Vorstandschaft ist eine Mischung aus bekannten und neuen Gesichtern. Isabelle Thaler wurde für ihre dritte Amtsperiode zur Ortsvorsitzenden gewählt.