Wohnraum, Gewerbe und Inklusion

von Redaktion

Grüne-Kandidaten für den Ruhpoldinger Gemeinderat

Ruhpolding – Die Grünen in Ruhpoldingschicken ihre Kandidaten fürs Amt als Gemeinderäte ins Rennen. Dabei sind ihnen die Schwerpunkte bezahlbares Wohnen, die Inklusion von Behinderten und Gewerbeflächen für Selbstständige besonders wichtig.

Mit einer gesamten Liste von 20 Kandidatinnen und Kandidaten tritt der Grüne Ortsverband in Ruhpolding zur Gemeinderatswahl im nächsten Jahr an. Die Liste wird von Bürgermeisterkandidaten Sepp Hohlweger angeführt. Und sein Kernthema, der soziale Wohnungsbau in Ruhpolding, zog sich im Grunde bei allen Vorstellungen der einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten als Interessenschwerpunkt, flankiert von der Forderung zur Schaffung eines Waldkindergartens, in ihrer künftigen kommunalen Arbeit durch.

Das Problem bei der Schaffung von sozialem Wohnraum wäre nicht, wie oft behauptet werde, dass Bürger aus anderen Orten aus dem ganzen Landkreis zugewiesen würden, sagte Hohlweger. Die Bürger und Bürgerinnen seien bereits in Ruhpolding da. Laut Hohlweger müssen in Ruhpolding über 1000 Haushalte mit wenig als 1500 Euro im Monat auskommen. Bei der Schaffung von sozialem Wohnraum gehe es nicht darum mit wem gebaut, sondern dass gebaut werde, sagte Hohlweger. Bei den berechtigten für eine Sozialwohnung gehe es um die Arbeitskräfte in der Gastronomie oder um die Kassenkräfte im Lebensmitteleinzelhandel, so Hohlweger weiter. Wichtig sei für die Grünen auch der Ausbau der Kinder- und Jugendbetreuung.

Es heiße ja nicht, dass jeder Jugendliche einen Betreuungsbedarf habe, wenn sie solche Einrichtungen besuchten, sagte Hohlweger. Er könne es nicht verstehen, wenn mit viel Geld der Kindergarten erweitert werden solle. Ein Waldkindergarten jedoch nicht geschaffen werde, was einen Bruchteil an Kosten bringen würde, meinte Hohlweger.

Für die Energieversorgung sahen es viele Bewerber und Bewerberinnen um ein Gemeinderatsmandat als sinnvoll an, dass vorhandene Heizwerk zu übernehmen und die Ressourcen der umliegenden Wälder als Energiequelle zu nutzen.

Der Listenkandidat Michael Leitner sprach die Inklusion und die Barrierefreiheit an, die nach seinen Worten in Ruhpolding nicht umgesetzt sei. Für ihn würden die Kinder aus dem HPZ zu wenig in das Dorfleben eingebunden.

Hier könnte der erste Schritt ein Sportfest sein, um die Inklusion in Ruhpolding auszubauen. Die prekäre Situation für ihn als selbstständigen Schreinermeister durch die fehlenden Gewerbeflächen brachte Sebastian Steinbacher ein.

Die kleinen Unternehmen könnten sich in Ruhpolding nicht weiterentwickeln und somit auch keine neuen Arbeitsplätze schaffen, weil sie keinen Grund finden würden, so Steinbacher. mp

Die Kandidaten

Sepp Hohlweger, 57, selbstständig; Ute Dörfler, 60, Försterin; Michael Leitner, 43, Elektrotechniker; Petra Leitner, 42, Krankenschwester; Andreas Krote, 47, Bäcker; Brigitte Hohlweger, 25, Sozialpädagogin; Sebastian Steinbacher, 39, selbstständiger Schreinermeister; Claudia Mierbach, 66, Rentnerin; Herbert Koch, 55, Fotografenmeister; Claudia Schewior, 38, Angestellte; Maximilian Schwarz, 36, Angestellter; Sigi Butschik, 36, Agrarwissenschaftlerin; Georg Horn, 24, Heizung- und Installateur-Meisterschule; Milena Gugg, 25, Orthopädie-Meisterschule; Michael Paul, 37, Orthopädiemeister; Karin Hohlweger, 59, Realschullehrerin; Manuel Siglreitmaier, 27, Garten- und Landschaftsingenieur; Manuela Wittke, 58, selbstständige Schneidermeisterin; Bernhard Forstner, 55, selbstständig, und Renate Mittermaier, 54, Verwaltungsangestellte.

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