„Eigentlich haben wir alle gewonnen“

von Redaktion

In der Vorrunde des Finales von „The Voice Senior“ war für Eva Norel Schluss

Prien/Gstadt – Es hat einfach nicht sein sollen: Trotz einer kraftvollen Interpretation von Whitney Houstons „Greatest Love of All“ schaffte es Eva Norel aus Gstadt nicht in die Endentscheidung des Finales von „The Voice Senior“. Coach Michael Patrick Kelly musste sich nach Norels Auftritt für eine der beiden Sängerinnen in seinem Team entscheiden und wählte am Ende Norels Kollegin Silvia Christoph.

Unabhängig vom Verlauf des Finales haben sich in Evas Heimat am Chiemsee Freunde und Bekannte zur Unterstützung in „Mikes Kino“ in Prien zum Public Viewing getroffen. Die Chiemgau-Zeitung war bei der Finalparty dabei.

„In die Herzen der Menschen singen“

Als Eva Norel von Moderator Thore Schölermann angekündigt wurde, schallte lauter Applaus durch den Kinosaal, die Leute waren aufgeregt. „Ich möchte mich in die Herzen von allen Menschen singen, die mich hören“, sagte die Gstadterin im Teaservideo vor ihrem Auftritt. Und genau das tat sie anschließend auch. Schon vor dem Beginn ihres Liedes schon wurde das Publikum im Berliner Studio laut, „Eva, Eva!“ riefen ihre Fans. Während um sie herum Dutzende von Kerzen leuchteten, stand Norel in ihrem langen Glitzerkleid auf der Bühne und performte ihren Song mit Leidenschaft.

„Super“, ertönte es mehrmals im Kinosaal, Norels Freunde klatschten begeistert und machten zusammen eine kleine La-Ola-Welle. Die gute Stimmung kippte jedoch, als Michael Patrick Kelly seine Entscheidung bekannt gab. Ab diesem Zeitpunkt herrschte Enttäuschung sowie vor allem Unverständnis und Fassunglosigkeit im Saal.

Jürgen und Nicole Eschmann aus Bernau kennen Freunde von Eva Norel und sind zur Unterstützung ins Kino gekommen. Sie hielten Kellys Entscheidung für nicht nachvollziehbar. „Ihr Gesang war einwandfrei“, bekräftigt Musiker Jürgen Eschmann. „Bei den ersten zwei Zeilen war Eva noch nervös, aber dann war sie komplett da.“ Mehr Chancen auf den Siegerpokal für Coach Michael Patrick Kelly hätten die beiden mit der Gstadterin gesehen.

Nicht viel Pause nach dem ganzen Trubel

Und auch Georg Bruckmaier aus Prien zeigte sich verständnislos. Er war aus Interesse zur Übertragung ins Kino gekommen, kannte Norel zuvor gar nicht. „Vom Gesang her empfand ich sie stärker als ihre Konkurrentin“, meint er.

Bei Eva Norel selbst hält sich die Enttäuschung in Grenzen. Sie sei einfach „glücklich und froh, so weit gekommen zu sein“, wie sie betont. „Die Stimmung war klasse und es ist sowieso unglaublich, wie weit wir alle gekommen sind. Es gibt gar keine Verlierer, denn wir haben eigentlich alle gewonnen.“ Viel Pause gönnt sich Norel nach dem ganzen Trubel jedoch nicht. In zwei Wochen steht sie an Heiligabend wieder auf der Bühne und an Silvester auch.

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