Siegsdorf – Zum 54. Mal fand in der bis zum letzten Platz gefüllten Wallfahrtskirche Maria Eck das vorweihnachtliche Adventssingen statt. Organisator war Sepp Berthold. Mitwirkende waren in diesem Jahr die Bockstoa-Bläser aus Aufham, die Rosenschmid Soatnmusi, der Familiengesang Hogger aus Teisendorf und die Grünstoaner Klarinettenmusi aus der Schönau. Pater Franz vom Kloster Maria Eck erzählte jeweils eine kurze interessante Geschichte.
„Unser Dasein ist geprägt von Warten. Tag für Tag warten wir auf irgendetwas oder irgendjemanden. Warten ist immer Erwarten, Hoffnung oder Sehnsucht“, so Pater Franz zum beherrschenden Thema in der Aventszeit, die das Jahr über andauere. Die Bockstoa-Bläser spielten dann das Lied „Erhebt in vollen Chören“ und nahmen die Besucher mit auf den Weg zur Geburt des Herrn. Dem stand der Familiengesang Hogger in nichts nach, denn mit ihren klaren Stimmen brachten Elisabeth und die beiden Töchter Elisabeth und Katharina, begleitet von Sebastian Siglbauer, mit ‚Da Winter schaut eina‘ zu Gehör.
Sehr ergreifend waren zudem die Siegsdorfer Sänger Sepp Berthold, Hans Mader, Hans Ramstötter und Sigi Brandl in Begleitung von Peter Graspeuntner auf der Zither mit ‚In Nacht und Dunkel‘, bei dem spürbar wurde, wie die Besucher dieses Adventssingen genossen. Den zweiten Teil, die Verkündigung und den Gang zu Elisabeth, eröffnete die Rosenschmid Soatnmusi. Evi Wimschuld, Rosmarie Wastlhuber, Rosa Janka und Anderl Mayer begeisterten mit den ‚Seelenträumen‘. Pater Franz erzählte begleitend dazu die Geschichte von der Herzensbegegnung zwischen der schwangeren Maria und Elisabeth. Die Grünstoaner Klarinettenmusi unterstrich diese Szene mit ihrem Stück ‚Augenstern‘ und auch beim ‚Advents-Jodler‘ wussten Jonas Langenhorst, Christl Haas, Vroni Geisler, Hansi Reif und Katharina Schwab die Besucher mit auf die Herbergssuche zu nehmen.
Die Geburt des Herrn war der abschließende Teil und Pater Franz erinnerte daran, das Geheimnis der Weihnacht immer wieder neu zu erleben. Passend dazu war der Jodler der Siegsdorfer Sänger ‚Stacherl muaßt gschwind…‘ und auch die Darbietungen der anderen Musikgruppen bildeten einen würdigen Abschluss.
Beendet wurde dieses Adventssingen mit dem Andachtsjodler des Familiengesangs Hogger, zu dem alle einstimmten. Pater Franz bedankte sich bei Organisator Sepp Berthold und allen Mitwirkenden: „Singe mit Jubel, denn Musik hat Türen, die Worte nicht haben. Singe für Gott und sing mit dem Herzen“. wet