Bernau – Die Freien Wähler Bayern/überparteiliche Wählergemeinschaft Bernau-Hittenkirchen schickt nach einstimmigem Beschluss bei ihrer Aufstellungsversammlung zur Kommunalwahl Franz Praßberger in das Rennen ums Bürgermeisteramt. Gleichzeitig führt er die Liste der Gemeinderatskandidaten an, in der fünf Frauen die vorderen Plätze einnehmen.
Dem Wahlmarathon mit vielen geheimen Abstimmungen leitete die Kreisrätin und Bürgermeisterkandidatin der Freien Wähler aus Prutting, Barbara Stein. Zunächst bestimmten die Mitglieder, zur Wahl mit einer offenen Liste anzutreten. Nachdem Franz Praßberger als Kandidat für das Bürgermeisteramt vorgeschlagen wurde und er sich bereit erklärte, dafür zu kandidieren, stellte er sich vor. Der gebürtige Bernauer ist 45 Jahre alt, seit 20 Jahren verheiratet und hat zwei Kinder. Vor 24 Jahren hat er im Ortsteil Westerham den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern übernommen und hat sich in Rosenheim zum staatlich geprüften Wirtschafter sowie an der Technikerschule für Landbau mit Ausbildereignung weitergebildet. In Bernau sitzt er als Gemeinderat im Bau- und Finanzausschuss und ist Seniorenbeauftragter. Zudem ist er Vorstand des Bernauer Trachtenvereins, Ortsobmann der Waldbesitzervereinigung Rosenheim-Bad Aibling und stellvertretender Ortsobmann des Bauernverbandes.
Seine Partei beschrieb er als „echte und unabhängige Alternative“ in Bernau, die oftmals bei Entscheidungen das „Zünglein an der Waage“ gewesen sei. Sehr wichtig sind für Praßberger die Vereine, ohne die ein Dorf regelrecht sterbe. Für das „große Problem bezahlbarer Wohnraum“ forderte er eine weitsichtige Planung und Ausweisung von Bauland. Die vielen leer stehenden Geschäfte in der Chiemseestraße sind ihm ein Dorn im Auge. Ziel müsse es sein, diese Straße zu beleben, am besten gemeinsam mit dem Gewerbeverein.
Auch im Tourismus müsse viel gemacht werden, so seien die Rad- und Wanderwege in schlechtem Zustand. Bei den Finanzen müsse als Ziel angestrebt werden, die Pro-Kopf-Verschuldung zu senken. Vor der Aufstellung der Liste für den Gemeinderat stellten sich alle Bewerber vor und erläuterten kurz, was sie motiviert, zum Wohle der Gemeinde und ihrer Bürger mitzuarbeiten. Auch bei diesen geheimen Wahlen gab es keine Gegenstimmen. Als Ersatzkandidaten wurden Wolfgang Praßberger, Elektriker, und Rudolf Gmähle , Rentner, gewählt.