Gstadt/Gollenshausen – Die Überraschung war perfekt. Georg Anderl Gemeinderat von der Bürgerliste des Gemeinderates packt wieder als Bürgermeisterkandidat der Gemeinde Gstadt für die Kommunalwahlen 2020 an. In der Aufstellungsversammlung der Bürgerliste, die derzeit im zwölfsitzigen Gemeinderat mit fünf Räten vertreten ist, bekundete Anderl seine Bewerbung für dieses Amt. Er wurde in der Aufstellungsversammlung als einziger Bewerber nominiert und von den 28 Stimmberechtigten einstimmig gewählt.
In der Aufstellungsversammlung für die Kommunalwahl 2014 hatte Anderl nicht mehr als Bürgermeister kandidiert, aber noch bei den Wahlen im Jahre 2008. Damals war er in der Stichwahl mit Bürgermeister Bernhard Hainz knapp unterlegen. Der 59-jährige selbstständige Zimmermeister gehört seit 1984 dem Gemeinderat an und war zwölf Jahre auch Zweiter Bürgermeister.
In seiner Vorstellung für die Aufstellung als Bürgermeister-Kandidat vertrat er auch die Meinung, dass dadurch die Gemeinderatsliste „wieder nach vorne“ gebracht werde. Die Bürgerliste hatte bei der letzten Kommunalwahl einen Sitz verloren, den es wieder zu gewinnen gelte und vielleicht auch mehr, erklärte der Kandidat. Nach dem Rückgang der Gewerbesteuer könne die Gemeinde nicht mehr „große Sprünge machen“ und es „komme in der Zukunft einiges auf uns zu“, so Anderl. Wichtig sei es jedoch „Gstadt nach vorne zu bringen“. Als vordringliche Aufgaben für die Zukunft nannte der Kandidat Bauland für Einheimische auszuweisen um für junge Familien Wohnraum zu schaffen. Zur Gemeinderatspolitik war seine Meinung „bleiben wir bei der Sache“.
Bei der Abstimmung über die vorbereitete Gemeinderatsliste, der schon im Vorfeld alle Bewerber zustimmten, auch bezüglich der Reihenfolge, wurde diese als sehr ausgewogen bezeichnet. Die einzelnen Kandidaten stellten sich vor. Die Liste wird von Georg Anderl angeführt.
Allein drei Frauen stellen sich zur Wahl. Bedauert wurde, dass Gabi Noichl und Sebastian Summerer nach rund 20 Jahren Gemeinderatstätigkeit nicht mehr kandidieren. Jeder Kandidat wird im Wahlvorschlag zweimal aufgeführt, so dass es 24 Stimmen gibt, was für diese Gemeinde eine Möglichkeit ist. th