Prien – Wenn Schüler, Lehrer, Eltern und ehemalige Lehrer und Schüler im König-Ludwig-Saal einträchtig miteinander musizieren und im voll besetzten Saal andächtige Stille herrscht, dann feiert das Ludwig-Thoma-Gymnasium (LTG) mit allen Beteiligten und mit allen Zuhörern vorgezogene Weihnachten. Ein musikalisches Fest, das jedes Jahr aufs Neue mit neuen musikalischen Talenten überrascht und das jedes Jahr aufs Neue beweist, dass Musik am LTG großgeschrieben wird.
Premiere für Direktor
Andreas Schaller
Direktor Andreas Schaller, der dieses Jahr zum ersten Mal dabei war, kam nicht umhin zu gestehen, dass er sehr beeindruckt sei. Das bunte Programm, das von Klassik bis Volksmusik, von Jazz bis Pop, von traditionellen Weisen bis hin zu eher (un-)weihnachtlichen Schlagern reichte, die Instrumentenvielfalt und die vielstimmigen Chöre quer durch alle Jahrgangsstufen – das Publikum kam voll auf seine Kosten.
Das Klarinettenquartett mit Matthias Hoff, Q12, Lea Voderholzer, und Anian Mair, beide Q11, und Lukas Hofbauer, 8. Klasse, stimmte mit einem munteren Einzugsmarsch von Karl Edelmann auf das Weihnachtskonzert ein, die Volksmusikgruppe mit fünf Schülern aus der Unterstufe folgte nicht minder souverän zusammen mit Musiklehrerin Bernadette Osterhammer an Blockflöten, Gitarren, Harfe und Hackbrett mit dem Pinzgauer Perchtentanz von Tobias Reiser.
Die Chorklasse 5d munterte die Stimmung mit Orff-Instrumenten und dem „Seeschlangensong“ auf, ehe es klassisch-weihnachtlich mit dem französischen Weihnachtslied „Hört der Engel helle Lieder“ und Harfe (Deutsch- und Französischlehrerin Eva König gab hier ihr Debut) wurde. Und dann wurde es „sehr interessant“, da hatten die Q11- Schüler Johanna Grimm und Thomas Lange, die charmant, humorvoll und locker durch den Abend führten, gar nicht so unrecht, denn die beiden Chorklassen aus den Jahrgängen 5 und 6 sangen sich mit „I saw Mommy kissing Santa Claus“ der Jackson 5 in die Herzen des Publikums. Mit amerikanischen Liedern ging es weiter.
Elisa Unterseer verzauberte mit ihrer warmen, klaren Sopranstimme mit „All is found“ aus dem Film Frozen II und der Unterstufenchor mit „Count on me“ und „let it go“. Hinter dem Namen „Fingergspui“ verbergen sich Rhythmus-Gefühl und ehrliche Leidenschaft für die Volksmusik, und das lebten die Oberstufenschüler Veronika Pertl an der Gitarre, Maxi Rath am Akkordeon und Jakob Baumgartner an der Tuba mit zwei Stücken von Herbert Pixner aus. Nicht minder leidenschaftlich gab sich dann der große Chor mit dem a cappella gesungenen „First Noel“ und dem vom Klavier begleiteten „Wings“ von Carl Strommen. Hirtenweisen auf drei Hackbrettern spielten die Schülerinnen Annika und Elisabeth Ebel und Theresia Summerer aus den Jahrgängen 5 und 8, Weihnachtslieder munter-jazzig zusammen gemischt erklangen dann mit Klarinette, Tenor- und Bass-Saxofon, hier grandios dargeboten von den Lehrern Johannes Allmer, Thomas Rettelbach und Willi Weiß. Natalie Stelmach aus der zehnten Klasse entführte dann in die Welt der Klassik feinsinnig und träumerisch mit der Nocturne op. 9 nr 1 von Frederic Chopin auf dem (einer großen Marktgemeinde und eines großen ehemaligen Kursaals leider unwürdigen) Klavier. Das Orchester stimmte würdevoll auf die Festtage mit der Sinfonia aus dem Bachschen Weihnachtsoratorium ein, und überragend gestaltete es die Peer Gynt Suite Selections von Edvard Grieg, dabei glänzte Veronika Pertl aus der zehnten Jahrgangsstufe mit ihrem Harfenspiel.
Big Band bot
Schwungvolles
Den Schwung der Klassik nahm die Big Band auf und mit „Let it snow“, „Blue Christmas“ und „Good times“ zeigte die Big Band, dass sie sowohl melancholisch als auch beschwingt kann. Langanhaltender Applaus für alle Beteiligten, dieses Jahr mit rekordverdächtig über 180 Beteiligten, und Chapeau vor den drei Musiklehrern Bernadette Osterhammer, Marco Duckstein und Rigo Mink, die das facettenreiche Programm zusammenstellten und die so viel Herzblut und Engagement in die musikalische Förderung am LTG stecken. Mit dem gemeinsam gesungenen Weihnachtslied „Fröhliche Weihnacht überall“ klang der Abend aus, elk