Ortsheimatpflegerin „spaziert“ durch weihnachtliche Bräuche

von Redaktion

Erstmals keine politischen Ansprachen bei der Weihnachtsfeier

Übersee – Die Kommunalwahl wirft auch zu Weihnachten ihre Schatten vo-raus. In Anbetracht der Wahlen in drei Monaten hat Bürgermeister Marc Nitschke das seit zehn Jahren übliche Programm der gemeindlichen Weihnachts-feier umgestellt. Statt einer Gemeinderatssitzung mit seiner politischen Weihnachtsansprache und den Sozialberichten gab es vor dem Essen nur ein kleines weihnachtliches Programm.

Als Nitschke vor zehn Jahren diese besondere Art der Weihnachtsfeier eingeführt hatte, sollte sie vor allem all jene Bürger zu einem Gedankenaustausch zusammenführen, die sich im Jahr um die Dorfgemeinschaft verdient gemacht hatten. Außerdem wollte die Gemeinde damit ihren Dank für die ehrenamtlichen Dienste ausdrücken.

Auch diesmal war es so, lediglich die politischen Beiträge blieben außen vor. Stattdessen nahm die Ortsheimatpflegerin Annemarie Kneissl-Metz die geladenen Gäste mit auf einen Spaziergang durch adventliche und weihnachtliche Bräuche vom St. Martinstag über den Barbaratag bis zur Lichtmessfeier. Für den musikalischen weihnachtlichen Rahmen sorgten die Geschwister Gschoßmann an Harfe und Hackbrett.

Eine besondere Würdigung erhielten drei Ehrenamtliche für ihren jahrzehntelangen Einsatz. So hatte Elli Blaim 25 Jahre lang den Seniorennachmittag geleitet, der für viele ältere Mitbürger der Höhepunkt des Monats war und ist. Inzwi-schen sei sie von der Gastgeberin selbst zum Gast geworden, sagte Bürgermeis-ter Nitschke. Für ihren aktiven Dienst bei der Feuerwehr Übersee von jeweils 50 Jahren wurden außerdem Max Posselt und Alfred Waschin geehrt. Posselt war 18 Jahre lang Erster Kommandant und bis zuletzt Gruppenführer und Atemschutzgeräteträger. Waschin war bis zu seinem letzten Diensttag als Gruppenführer tätig und engagierte sich zudem noch in der Kreisbrandinspektion. „50 Jahre retten, löschen, bergen, schützen und dabei auch seine eigene Gesundheit oder sein eigenes Leben in Gefahr zu bringen. Das verdient höchste Anerkennung“, lobte Nitschke.

Gemeinderat und Vorsitzender der Freien Bürgerliste, Herbert Strauch, dankte abschließend Bürgermeister Nitschke für sein stetes Bemühen um eine gute Zusammenarbeit mit allen politischen Kräften und sein immer offenes Ohr. vd

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