Rimsting – Mit der „Scherer Resi von Rimsting“, Theresia Grießl, ist eine bekannte, beliebte und aktiv im Leben stehende Rimstingerin im Alter von 77 Jahren schnell und unerwartet gestorben. Nach den Folgen eines Sturzes in ihrer Küche ist sie im Tag darauf in der Klinik Vogtareuth im Kreise ihrer Familie verschieden.
Eine große Trauergemeinde füllte die Pfarrkirche zum Seelengottesdienst, den Kaplan Josey George zelebrierte. Der Schwiegersohn der Verstorbenen Hans Fischer erinnerte in der Pfarrkirche an die Lebensgeschichte der Verstorbenen, die am 26. Februar 1942 in Prien begann. Als fünftes Kind der Eheleute Elisabeth und Lorenz Obermüller sei sie auf dem Hanslhof in Leiten bei Prien geboren worden. Nach dem Besuch der Volksschule in Prien besuchte sie auch die Landwirtschaftsschule. Anschließend arbeitete sie in verschiedenen Haushalten und half auch im elterlichen Hof gerne mit.
1964 schloss sie den Bund der Ehe mit dem Rimstinger Hans Grießl vom dortigen Schererhof. Sie heiratete auch dort ein. In einer jahrelangen Umbauzeit mit Hilfe der Familie wurde der Hof zu einem der schönsten in der Gemeinde renoviert. Die Blumen, vor allen ihre Geranien, waren ihr ganzer Stolz. Der Hof entwickelte sich auch immer mehr zur Vermietung an Sommergäste, die immer wieder gerne kamen. Sie hatte ein offenes Haus, alle, ob Urlaubsgäste, Freunde und Nachbarskinder waren jederzeit willkommen.
1966 wurde Sohn Hansi geboren und 1969 folgte Tochter Resi. Große Freude hatte sie auch mit ihren beiden Enkelkindern, Verena und Thomas. Fischer bezeichnete seine Schwiegermutter als einen sehr ausgeglichenen und hilfsbereiten Menschen. Sie versuchte immer, in allem das Gute zu sehen. Das Wandern mit Freunden bereitete ihr eine große Freude, wie auch die Erfüllung eines lang ersehnten Wunsches im August dieses Jahres gemeinsam mit dem Mann nach London zu fliegen. Die Familie hatte es ihr ermöglicht.
Sehr wichtig war für sie auch das Tragen der Tracht, so als Röckefrau. Als selbstverständlich fand sie den Besuch von Trachtenfesten. Der Glaube an Gott sei für sie ferner eine Stütze und die wöchentlichen Kirchgänge für sie sehr wichtig gewesen.
Dem langen Trauerzug zum Friedhof begleiteten auch drei Fahnenabordnungen, der zwei Trachtenvereine von Prien und Rimsting und des TSV Rimsting. Ferner eine Gruppe der Röcke-frauen des Trachtenvereins. Am Grabe nahmen Klaus Löhmann vom Trachtenverein Prien und Matthias Feichtner von Rimsting mit Nachrufen von einem langjährigen, treuen und sehr aktiven Mitglied Abschied. th