Schleching – Sepp Loferer will es nochmals wissen: Bei der Kommunalwahl am 15. März wird er sich zum dritten Mal um das Bürgermeisteramt bewerben – einstimmig nominiert als Kandidat des Schlechinger CSU-Ortsverbandes und der Unabhängigen Bürger Schleching (UBS) in der Aufstellungsversammlung im Landgasthof Zur Post.
CSU-Ortsvorsitzender Michael Scheck freute sich über die zahlreichen Besucher und bedankte sich bei Loferer für die gute Zusammenarbeit in der vergangenen Legislaturperiode. Ein besonderes Anliegen war Scheck die Aufstellung einer gemeinsamen Liste, in der CSU- und UBS-Kandidaten mit einer Altersstruktur von 25 bis 58 Jahre vertreten sind. Er sah das als Signal, die Sachpolitik im Gemeinderat zukünftig in den Vordergrund zu stellen, um bestmögliche Ergebnisse für die Gemeinde zu erzielen.
Schleching soll in 15
Jahren CO2 neutrale
Kommune sein
Besonders die Einbindung der Jugend in das Gemeindeleben ist eins der Themen, die Josef Loferer für die nächsten sechs Jahre angehen will. Hier will er neue Wege über die sozialen Medien beschreiten und alle Möglichkeiten der Jugendarbeit intensiv ausschöpfen.
Zu den anstehenden Aufgaben zählte Loferer die Vision, dass Schleching in zehn bis 15 Jahren eine CO2-neutrale Kommune sein soll. Er wolle auch hier wieder Vorreiter sein, zum Beispiel bei den gemeindlichen Liegenschaften und dem Fuhrpark mit neuen Antriebstechniken. Loferer erinnerte daran, dass auch das Ökomodell in Schleching mit Altbürgermeister Fritz Irlacher seinen Anfang nahm und heute das ganze Achental umfasst.
Dazu gehöre auch der Naturschutz, wie das Vermeiden des weiteren Insektensterbens zum Beispiel durch die Lichtverschmutzung sowie weitere Naturschutzprojekte, so Loferer weiter. Beim Thema Landwirtschaft will er die Möglichkeiten der Direktvermarktung von Almtier-Fleisch nutzen. Auch der Almausschank, der durch die vielen Auflagen schwierig geworden sei, soll gefördert werden. Hier will Loferer einzelne Betriebe, die Interesse zeigen, unterstützen.
Ein weiteres großes Thema ist für Loferer die Verbesserung des ÖPNV durch eine engere Taktung (20 Minuten) und moderne, umweltgerechte Busse. Hier sei in der Vergangenheit viel Arbeit investiert worden, wobei der Erfolg aber nicht in den Händen der Gemeinde liege, sondern vom Landkreis bestimmt werde. Trotzdem will Loferer das weiter thematisieren.
Verkehrstechnisch sei auch der Ausbau der Bundesstraße nach Marquartstein mit einem Radweg ein Ziel; eine Sanierung sei erforderlich, damit die Strecke unfallfrei befahren werden könne, so der Bürgermeisterkandidat.
In puncto „Bergsteigerdorf“ sei eine engere Zusammenarbeit mit den anderen deutschen Bergsteigerdörfern wie Sachrang, Ramsau und Kreuth angestrebt, „denn zusammen ist ein Auftritt wirkungsvoller“, erläuterte Loferer.
Beim Tourismus sei ihm wichtig, dass sich die Urlauber in Schleching wohlfühlen. „Naturschutz und die reine Luft werden von unseren Gästen geschätzt.“ Auch die Authentizität des Ortes mit seinen Traditionen sieht er als weiteren Anziehungspunkt. „Hier tragen die Vereine des Ortes einen großen Teil dazu bei“, war seine Meinung und er sicherte die Unterstützung der Gemeinde beim Erhalt der Vereine zu.
Ein weiterer Themenkomplex bei den Ausführungen des Bürgermeisters waren die Zweitwohnungen in der Kommune. Auf der einen Seite gebe es die Möglichkeit, das Vorkaufsrecht der Gemeinde zu nutzen, um bezahlbaren Wohnraum für junge Familien zu schaffen, so Loferer. Andererseits appellierte er an die Zweitwohnungsbesitzer, sich im Gemeindeleben einzubringen als Wertschätzung gegenüber den Einheimischen.
Die Jugend an
der Gestaltung der Gemeinde beteiligen
Eines der Themen, das Josef Loferer am Herzen liegt, ist die Beteiligung der Jugend bei der Gestaltung der Zukunft.
Zum Schluss bedankte sich Loferer für das Vertrauen und bat um Unterstützung für die Aufgaben der Zukunft. Er versprach, ein offenes Ohr für Kritik zu haben, denn „die ist das Salz in der Suppe“.