„Entscheidung für das Heizwerk war richtig“

von Redaktion

Wirtschaftlichkeit und Erfolg der Nahwärmeversorgung im Gemeinderat besprochen

Rimsting – „Die Entscheidung für das Heizwerk der Gemeinde für die Nahwärmeversorgung sei aus heutiger Sicht vollkommen richtig, wenn es auch am Anfang schwierig gewesen sei, anschlusswillige Hauseigentümer zu finden“, sagte Bürgermeister Josef Mayer (CSU) in der jüngsten Rimstinger Gemeinderatssitzung zum Bericht über die Wirtschaftlichkeit und Erfolg des Unternehmens.

Bauamtsleiter Hans-Peter Jakobi berichtete als Vorsitzender des Kommunalunternehmens „Wärmeversorgung Rimsting“ über das Betriebsjahr 2018, das bei einem Wärmeverkauf von 1,6 Millionen Kilowattstunden an 23 Gebäuden mit einem Jahresverlust von 5210 Euro abgeschlossen habe. Jakobi wies darauf hin, dass der Verlust nur ein bilanztechnisch errechneter Wert unter Berücksichtigung der Abschreibungen sei. Der reine Verkauf der Wärme laufe ohne Verlust und es seien ausreichend Rücklagen vorhanden, um handlungsfähig zu sein. Bürgermeister Mayer erklärte, dass es regelmäßig Anfragen für Neuanschlüsse gebe. Diese seien aber nur begrenzt möglich. Der Rathauschef merkte an, man sollte über die Errichtung eines zweiten Heizwerkes nachdenken und ein Leitungsverbundsystem herstellen.

Man einigte sich darauf, künftig nach Abschluss des Rechnungsjahres einen kurzen Bericht über das Unternehmen im Gemeinderat anzuhören. Mary Fischer (Freie Wähler) hatte schon in der vorhergehenden Sitzung nach der Wirtschaftlichkeit des Kommunalunternehmens gefragt. Laut Jakobi seien nach Beginn der Wärmelieferung im Oktober 2015 insgesamt rund fünf Millionen Kilowattstunden Wärme verkauft worden. Das entspreche rund 500000 Litern Heizöl. Die Baumaßnahme sei zu 100 Prozent finanziert.

Der Wärmepreis entwickelte sich von 9,85 Cent je Kilowatt pro Stunde (kw/h) auf zuletzt 9,40 Cent im vergangenen Jahr. Der Preis für Hackschnitzel umgerechnet in Mw/h betrug zuletzt 31,49 Euro.th

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