Traunstein – Das Regieren dürfte künftig in Traunstein nicht unbedingt leichter werden: Den Zuwachs um sechs auf jetzt 30 Stadtratssitze teilen sich künftig sieben statt fünf Gruppierungen. Der Grund liegt darin, dass Traunstein gegenüber 2014 aufgrund der aktuell auf 21523 gestiegenen Einwohnerzahl über die Grenze von 20000 gerutscht ist und das Gremium damit mehr Sitze bekommt. Die Wahlbeteiligung lag bei 57 Prozent.
Neu im Gremium sind die Initiative für Traunstein und Die Linke mit jeweils einem Sitz. Ob der bisherige Amtsinhaber Christian Kegel oder Dr. Christian Hümmer die Rathausspitze bekleiden werden, entscheidet die Stichwahl am 29. März.
Mit zehn Sitzen hat die CSU im neuen Stadtrat zwei Mandate mehr als 2014. Sie ist damit zwar stärkste Partei (33,12 Prozent), wird künftig aber mehr wie bisher bei wechselnden Mehrheiten Kompromissbereitschaft über Parteigrenzen hinweg zeigen müssen. Neben dem Fraktionsvorsitzenden Dr. Hümmer (9,14 Prozent) und den bisherigen Stadträten Karl Schulz, Stefan Namberger, Hans Zillner, Nikolaus Schneider und Isabelle Thaler werden auch vier neue Räte für die Union einziehen: Simon Schreiber, Andrea Maier, Konrad Baur und Andreas Kaiser. Sollte Dr. Hümmer Oberbürgermeister werden, rückt Rolf Wassermann nach. Die Grünen lösen als zweitstärkste Kraft mit 22,25 Prozent und sieben Sitzen – drei mehr als bisher – die SPD ab. Sie profitieren vom guten Gesamtergebnis für die Partei, Die OB-Kandidatin und bisherige Fraktionschefin Burgi Mörtl-Körner hat dagegen als Stimmenkönigin mit 10,57 Prozent rund sechs Punkte gegenüber 2014 eingebüßt. Ihr zur Seite stehen wie bisher Wilfried Schott und Thomas Stadler im Stadtrat. Neu einziehen werden Helga Mandl, Dr. Patrick Nepper, Valentin Rausch und Ursula Lutzenberger.
Einen Sitz verloren hat die SPD mit 14,84 Prozent. Neben Oberbürgermeister Christian Kegel (14,20 Prozent) sitzen aktuell die bisherigen Räte Robert Sattler, der bisherige Fraktionschef Peter Forster und Monika Stockinger für die SPD im Stadtrat. Sollte Oberbürgermeister Christian Kegel im Amt bleiben, rückt Nils Bödeker nach.
Mit vier Sitzen haben auch die Unabhängigen Wähler in Traunstein eine Stimme weniger im neuen Stadtrat. Sie kamen auf 13,33 Prozent.
Neben dem bisherigen Fraktionschef und Stimmenkönig Ernst Haider (12,19 Prozent) ziehen auch die bisherigen UW-Stadträte Ursula Lay und Josef Kaiser zusammen mit dem neuen Kollegen Tobias Steinberger ein. Bei der Traunsteiner Liste (15,91 Prozent) behält Ulrike Hoernes ihren Sitz im Stadtrat. Den zweiten Platz tauscht der bisherige Fraktionsvorsitzende Dr. Thomas Graf mit dem neu einziehenden OB-Kandidat Simon Steiner. Er konnte mit 15,91 Prozent die meisten Stimmen auf sich vereinigen.
Neu im Stadtrat vertreten sein wird die Traunsteiner Initiative (5,94 Prozent), die sich vor allem für die Themen Digitalisierung, Wohnraum und den Bildungscampus Chiemgau in Traunstein stark gemacht hat. Ihre Interessen wird künftig der Vorsitzende Georg Osenstätter zusammen mit Susanne Deckert im neu gewählten Stadtrat der Großen Kreisstadt vertreten.
Ebenfalls neu im Stadtrat ist die Partei Die Linke (2,82 Prozent). Als deren Vertreter wird Dennis Holl (15,05 Prozent) neu in den Traunsteiner Stadtrat einziehen.