Prien will mit Besonnenheit durch die Krise

von Redaktion

Notfallplan für Gemeindemitarbeiter gilt – Prienavera und Stippelwerft vorerst bis 19. April geschlossen – Baustellen ruhen

Prien – Kaum zurück aus Ansbach vom Landrats-Wahlkampf hatte Priens Bürgermeister Jürgen Seifert Marathonsitzungen des Krisenstabs einberufen. Zusammen mit den Fachbereichsleitern der Verwaltung galt es Regelungen und Maßnahmen in Angriff zu nehmen, um dem Coronavirus und seiner Verbreitung entgegenzutreten. Die Versorgung bleibt dabei gesichert.

Feuerwehr ist
einsatzbereit

Die Feuerwehr ist einsatzbereit. Dies hatte der Kommandant noch in der Nacht auf Montag kommuniziert. Allerdings finden keine Übungen und Lehrgänge mehr statt. Darüber hinaus sind seit zehn Tagen bereits die Brunnen der Kommune nicht mehr inspiziert worden. „Das höchste Gut der Gemeinde ist somit vor den Viren schon seit einiger Zeit geschützt“, so Seifert.

Oberstes Gebot der Stunde seien Sicherheit und im Priener Rathaus Ordnung und aber auch eine besonnene Vorgehensweise. Dennoch: „Das öffentliche Leben in den kommenden zwei Wochen wird ein anderes sein“, betonte der Rathauschef.

Jetzt gelte es, eine Durchseuchung mit Corona zu verlangsamen. Dazu gehört auch, dass die heutige Bau- und die morgige Hauptausschusssitzung ohne Öffentlichkeit stattfinden. Das Versammlungsverbot greife für die Bürger auch hier. Weitere Beispiele sind auch der bereits abgesagte Mittfastenmarkt (wir berichteten). Konkret gelten im Markt Prien überdies folgende Maßnahmen ab sofort: Prienavera und Stippelwerft bleiben geschlossen. Der Rathausbetrieb, das Touristbüro sowie die Gewerke werden personell auf 50:50 heruntergefahren. Dies bedeutet, dass die Hälfte der Mitarbeiter von Zuhause aus Arbeiten – mit reduziertem sozialen Kontakt. Das Rathaus bleibt aber für Parteiverkehr vorerst noch geöffnet. „Wir bitten aber darum, dass nur dringende Angelegenheiten mit Fristen herangetragen werden“, so die Verwaltung. Die Priener Bücherei sowie die Veranstaltungssäle seien bereits geschlossen. Wasserrohr- und Kanalbrüche würden aber – trotz der 50:50-Regelungen – sofort behoben. „Das steht außer Frage“, so Seifert. Generell gelte aber auf den Baustellen „Corona-Modus“. Dort wo man aussetzen könne, würde dies erfolgen.

Stundungen für
betroffene Firmen

Außerdem: Der Markt Prien ermöglicht Firmen, die in einer gemeindlichen Zahlungsverpflichtung und von Katastrophenfall oder den Corona-Auswirkungen betroffen sind, Stundungen. Hier könne ein Antrag aus Aussetzung beantragt werden.

Der Priener Wertstoffhof bleibt diese Woche geschlossen. Wie es dann weitergeht, werde mit dem Landratsamt Rosenheim aktuell geklärt.Silvia Mischi

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