Selbstgefangener Fisch auf dem Tisch

von Redaktion

Unterwössen – Tanja Fuchs ist das erste weibliche Mitglied im Fischereiverein Unterwössen. Mit der Heimatzeitung sprach sie über ihre „Premierenerfahrungen“.

Frau Fuchs, wie sind Sie denn darauf gekommen, Mitglied im Fischereiverein zu werden?

Ich bin mit meinem Mann und meinem Sohn im vergangenen Jahr von München nach Unterwössen gezogen. Ich habe mich dem Verein angeschlossen, um Leute kennenzulernen und Kontakte zu machen. Und mein Sohn angelt gerne mit.

Und wie ist es in einer Männerdomäne wie bei den Anglern?

Als IT-lerin bin ich eh schon in einer Männerdomäne tätig, da war das praktisch keine Umstellung. Ich bin hier sehr freundlich aufgenommen worden. Als Frau sollte man keine Scheu haben, in so einen männerdominierten Verein einzutreten.

Wie sind Sie denn überhaupt aufs Angeln gekommen?

Ich habe den Angelschein für meinen Sohn gemacht und das auch erst im vergangenen Jahr. Er angelt gern und darf bei mir mitangeln, weil er erst acht Jahre alt ist.

Waren Sie in diesem Jahr schon angeln?

Und ob! Wir haben schon zwei Mal auf Karpfen geangelt, aber bisher waren wir noch nicht erfolgreich. Die Tiere hatten offenbar noch keinen Hunger…

Angeln Sie zum eigenen Verzehr der Fische?

Ja, wenn die Größe des Fisches stimmt. Ich bin im Übrigen sehr dafür, nur nach Bedarf zu angeln.

Gibt es denn bei Ihnen zu Hause an Karfreitag Fisch?

Am Karfreitag wird es bei uns auch Fisch geben, hoffentlich selbst gefangenen.

Und welche Art Fisch wollen Sie fangen?

Wir sind auf Karpfen aus.

Interview: Martin Tofern

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