Pilzbefall an der Tassilo-Linde

von Redaktion

Schlösserverwaltung vergibt Arbeiten

Fraueninsel – Die Bayerische Schlösserverwaltung führt in den kommenden Tagen Baumpflegemaßnahmen an einer mehrere Hundert Jahre alten, mächtigen Linde auf der Fraueninsel durch.

Die so genannte Tassilo-Linde ist kulturhistorisch und naturschutzfachlich von besonderer Bedeutung. Sie steht im Zentrum der Fraueninsel, auf deren höchstem Punkt.

Der betagte Baum, der einige Faulstellen, Risse und Pilzbefall aufweist, musste bereits in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach behandelt werden.

Eine externe Fachfirma nimmt sich nun der Kronensicherungsmaßnahmen an. Die mehrere Tage andauernden Arbeiten dienen dazu, die Bruchsicherheit der Tassilo-Linde wiederherzustellen. Zu diesem Zweck müssen die Krone des Baumes leicht eingekürzt sowie Seilverspannungen ersetzt, beziehungsweise neu eingebaut werden. Aus Sicherheitsgründen wird in dieser Zeit der Lindenhain für den Publikumsverkehr gesperrt.

„Diese Maßnahmen ermöglichen, dass die beeindruckende Tassilo-Linde hoffentlich noch viele weitere Jahrzehnte erhalten bleibt“, sagt Konstantin Buchner, Leiter der Schloss- und Gartenverwaltung Herrenchiemsee.

Die Maßnahme wurde mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Rosenheim abgestimmt und wird zudem nach Angaben der Schlösserverwaltung durch einen Biologen begleitet. Der Baum, der in einem Meter Stammhöhe einen Umfang von über zehneinhalb Metern hat, wurde nach Herzog Tassilo benannt, der im 8. Jahrhundert das Kloster Frauenchiemsee gründete.

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