Viermal die Bestnote 1,0 erreicht

von Redaktion

Besondere Feier zur Verabschiedung der 131 Abiturienten am Chiemgau-Gymnasium

Traunstein – Mit der Überreichung der Zeugnisse durch Schulleiter Klaus Kiesl war es für 131 Schülerinnen und Schüler am Chiemgau-Gymnasium (ChG) amtlich: Sie haben die Abiturprüfung erfolgreich bestanden. Vier von ihnen erreichten die Traumnote 1,0: Clara Buggisch, Daniela Huber, Linus Pleyer und Annalena Rengis.

Insgesamt war das Abiturergebnis am ChG sehr erfreulich. Etwa zwei Drittel der Abiturienten hatten einen Notenschnitt bis zu 2,5, rund zwanzig Prozent konnten sich über ein „sehr gut“ freuen, eine Note von 1,5 oder besser.

Urkunde und Präsent
statt Empfang

Eine Urkunde und ein kleines Präsent von Landrat Siegfried Walch ersetzten in Corona-Zeiten die sonst übliche Einladung Walchs zu einem Empfang.

Dass die Zeiten anders sind als sonst, zeigte sich auch in der Ausrichtung dieser Entlassfeier unter Einhaltung strenger Hygieneauflagen. Die Zeugnisübergabe und Verabschiedung fand deshalb in sechs Schichten statt, entsprechend den sechs Klassen. In der Schulaula durften nur jeweils höchstens 23 Schüler, begleitet von ihren Eltern, Platz nehmen. Die Schüler hatten sich in einer Umfrage mit großer Mehrheit für eine Feier unter diesen Voraussetzungen entschieden.

„Ein Wechselbad der
Gefühle für alle“

„Da es meine letzte Abiturfeier als Schulleiter des Chiemgau-Gymnasiums ist, hätte ich gerne einen Rückblick auf die knapp 20 Jahre gegeben, in denen ich die Verantwortung für diese Schule getragen habe“, bedauerte Schulleiter Klaus Kiesl. Eines war ihm wichtig: Die guten Ergebnisse habe man keinem wegen der Corona-Situation geschenkt.

Der Elternbeiratsvorsitzende Sebastian Ring dankte der Schulleitung und den Lehrkräften für ihre Arbeit. „So was hat es noch nie gegeben. Vom Lockdown am 13. März bis zur heutigen würdigen Zeugnisübergabe war es ein Wechselbad der Gefühle für alle“, so Ring. Wenn man diese Situation, die Solidarität und Gemeinschaft erlebt habe, sei man für das Leben gut gerüstet. Auch Oberstufenkoordinator Stefan Ruß sprach von einer „ganz besonderen Abiturprüfung“.

Eine besondere Note bekamen die sechs Feiern durch die berührenden Worte der Jahrgangsstufensprecher sowie der Lehrkräfte, die kurze Einblicke in das lebendige Klassenleben gaben.

Das Thema Corona blieb, wenn auch oft nur unterschwellig, immer präsent. So meinte zum Beispiel eine Sprecherin der Abschlussschüler: „Wir haben gelernt, selbstständiger zu werden, unsere Stimme zu erheben und daran zu wachsen.“

Neben den Einser-Abiturienten wurden weitere Schüler für herausragende Leistungen in bestimmten Bereichen geehrt. Clara Buggisch erhielt den Abiturpreis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, Adrian Weber den der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Mit dem Bio-Zukunftspreis 2020 wurde Sophia Häuslschmid ausgezeichnet. Der Abiturpreis des Spektrum-Verlages ging an Adrian Weber. Als bester Lateinabiturient erhielt Niklas Herrmanns eine vergoldete Anstecknadel des Deutschen Altphilologenverbandes. Der Abiturpreis in katholischer Religionslehre der Erzdiözese München und Freising ging an Annalena Rengis, mit dem Preis des Vereins für Sozialpolitik wurde Simon Krutzenbichler ausgezeichnet.

14 Abiturienten ehrten die Schulleitung und der Verein der Freude des Chiemgau-Gymnasiums für ihr besonderes Engagement im Schulleben. Sie waren Schüler- oder Jahrgangsstufensprecher, haben im Schulsanitätsdienst mitgemacht oder Absentenhefte geführt. Von ihrer Kreativität, ihrem Engagement und ihrem Durchhaltevermögen habe die ganze Schule profitiert.

Trotz aller Widrigkeiten und Auflagen waren die Abiturienten froh und dankbar für einen würdigen Abschluss. Zusammengefasst hat es eine Jahrgangssprecherin auf den Punkt gebracht: „Wir hatten eine verdammt schöne Schulzeit.“

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