Leonhardi-Ritt im Corona-Modus

von Redaktion

Angehörige und Anlieger sind die einzigen Zuschauer in Breitbrunn

Breitbrunn – Bei Bilderbuchwetter hatten D’Rosserer Breitbrunn ihren Leonhardi-Ritt kurzerhand veranstaltet. Allerdings coronabedingt ohne Zuschauer und mit viel Abstand. An die 30 Rösser und Reiter zogen – geschmückt – durch die menschenleeren Straßen.

Das Vorstandsgremium um Vorsitzenden Sepp Obermeier hatte den Entschluss gefasst, trotz den steigenden Corona-Zahlen mit der Weihe ihrer Pferde dem heiligen Leonhard von Limoges zu Ehren den Tribut zu zollen.

Der aus ausschließlich von Mitgliedern bestehende Tross zog auf einer abgespeckten Route durch Teile des Ortes. Lediglich einige Angehörige und Zaungäste säumten den Weg des Umrittes dieswes Mal.

Übrigens wütete bereits zu Zeiten des Heiligen eine Pandemie, nämlich die „Justinianischen Pest“, die erstmals 541 nach Christus in Ägypten in die Geschichtsbücher ihren Einzug hielt.

Für den ein oder anderen war der Umfang ungewohnt. Der Vorsitzende wusste jedoch: „Früher waren die Umzüge immer im kleinen Kreis.“ Da er seit Jahren aus organisatorischen Gründen nicht mehr mitgeritten war, freute es ihn umso mehr, den Zug mit der Vereinsstandarte heuer wieder anführen zu können.

Der Verein hatte bewusst auf jegliche Vorankündigung verzichtet und dennoch waren die Veranstalter erstaunt, dass nichts an die Öffentlichkeit gelangt war.

Nach zweimaliger Umrundung der Wegstrecke – die Feuerwehr sorgte dabei für die Sicherheit der Teilnehmer – gab es am Bildstock des heiligen Sankt Leonhard für Ross und Reiter den Segen durch Diakon Sepp Stürzer.wak

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