Corona-Ausbruch in Siegsdorf

von Redaktion

38 von 50 Bewohnern in Heim St. Hildegard infiziert – Auch Einsamkeit ein Thema

Siegsdorf – Das Senioren- und Pflegeheim St. Hildegard im Siegsdorfer Ortsteil Alzing hat das Corona-Virus schwer getroffen. In den vergangenen Tagen sind dort 38 der 50 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden, eine Bewohnerin, die allerdings schon vorher palliativ behandelt worden war, ist verstorben.

Zwei Bewohnerinnen
im Krankenhaus

„Zwei Bewohnerinnen sind seit Montag der vergangenen Woche im Krankenhaus“, sagte Claus Peter Scheucher, Generalökonom der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul, der das Heim gehört. In der Einrichtung sind Angehörige von Ordensgemeinschaften und Priester untergebracht. „Die meisten sind um die 80 Jahre alt“, berichtet Scheucher. Alle anderen Bewohner seien in einem Zustand, der keinen Krankenhausaufenthalt erfordere, so Scheucher. Den Bewohnern gehe es grundsätzlich gut, wobei der eine oder andere auch Angst habe. Wie das Virus nach St. Hildegard gelangt ist, könne man Scheucher zufolge nicht nachvollziehen. „Wir konnten Mitarbeiter aus anderen Heimen nach Alzing schicken, um dort zu unterstützen“, sagt Scheucher. Denn auch elf Mitarbeiter seien positiv getestet, einige mussten zudem in Quarantäne gehen. Scheucher lobt außerdem die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt: „Das hat unglaublich gut geklappt.“

Das zweite Altenheim in Siegsdorf ist das Heim im Ortszentrum. Dort seien noch keine Infektionen mit Corona bei Personal und Bewohnern bekannt, so Einrichtungsleiterin Monika Sandbichler. „Noch läuft es bei uns gut, wir passen sehr auf und es sind bislang alle negativ“, sagt die Heimleiterin.

Für die Bewohner sei die Situation sehr schwierig. „Sie leiden sehr darunter. Nicht alle verstehen, was gerade los ist. Die Einsamkeit tut uns allen weh.“ hgy

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