Prien – Die Initiative „Lobby für Kinder“ lud am Freitag zu einer Protestaktion im Wendelsteinpark. „Wir haben Respekt vor Covid-19, aber für die Kinder, die seit Monaten zu Hause sind, ist die Situation unerträglich“, sagt Organisatorin Jennifer Knott. Ihre eigene Tochter gehe in die zweite Klasse und habe dieses Jahr nur drei Wochen regulären Unterricht in der Schule gehabt. „Wenn die Schüler zweimal in der Woche getestet werden und Abstand halten – warum ist das nicht möglich?“, fragt Knott. Der Protestaktion schlossen sich laut Knott zehn Erwachsene und zwei Kinder an. Sie begrüßte, dass nun wieder Wechselunterricht leichter möglich sei. Dennoch liege ihr und ihren Mitstreitern am Herzen, sich von der Inzidenz als entscheidendes Kriterium für Schulschließungen zu verabschieden: „Aus meiner Sicht ist die Zahl der Kinder auf Intensivstationen viel aussagekräftiger.“ hgy