Marquartstein – Bei der vergangenen Sitzung hatte der Gemeinderat Marquartstein über den Bauantrag einer Gewerbehalle mit Kfz-Werkstatt, Immobilienbüro, Kosmetikstudio, Wohnmobilvermietung mit Eigentumswohnung und Wohnhausanbau im eingeschränkten Gewerbegebiet Nord an der Windeckstraße zu beraten. Für die Gewerbebereiche sind rund 600 Quadratmeter und für die beiden Wohnbereiche rund 350 Quadratmeter veranschlagt. Insgesamt sollen 21 Stellplätze entstehen.
Viel Fläche, aber wenig Arbeitsplätze
Es sei positiv zu sehen, wenn in das Gewerbegebiet Leben komme, sagte Martin Riedl (CSU) und wollte wissen, ob es schon eine Schätzung über die neuen Arbeitsplätze in den geplanten Betrieben gebe.
Auch finde er gut, wenn ortsnahe Gewerbetreibende ihr Unternehmen ansiedeln wollten. Dazu sagte Bürgermeister Andreas Scheck (BfM), dass es sich um zwei Familien handle, die dort tätig würden. Was noch an weiteren Arbeitsplätzen komme, sei derzeit nicht bekannt.
Für Hubert Götschl (BfM) ist es viel Fläche, die genutzt werde, aber wenige Arbeitsplätze bietet. Ihm erscheint die Wohnfläche relativ groß zum Anteil der Gewerbeflächen. Sicher hätte man sich ein anderes Gewerbe gewünscht, so der Rathauschef. Aber es sei nun ein Konglomerat, eine Zusammensetzung verschiedenartiger Branchen. Die Wohnbelange, die im Gebiet möglich seien, würden vom Landratsamt noch geprüft.
In der Beratung kam von verschiedenen Seiten der Einwurf, dass in der Satzung zum Gewebegebiet Nord geschrieben sei, „Arbeitsplatz- intensive Betriebe anzusiedeln“.
Dazu sagte Bürgermeister Scheck, dass es sich dabei um eine Formulierung handle, die jedoch baurechtlich keine Auswirkungen habe. Letztlich stimmte die Mehrheit des Gremiums gegen den Antrag in der eingereichten Form. mp