Weihetag für Woehl-Orgel wird gefeiert

von Redaktion

Professor Wolfgang Seifen von der Berliner Universität der Künste zu Gast in Prien

Prien Die große Pfeifenorgel der Priener Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt aus der Orgelbauwerkstatt Woehl in Marburg feiert im Oktober ihren 26. Weihetag.

Am Kirchweihsonntag 1995 wurde sie von Weihbischof Schwarzenböck im Festgottesdienst feierlich gesegnet. Nachdem im vergangenen Jahr alle geplanten Feierlichkeiten aufgrund der Pandemie ausfallen mussten, gibt es heuer ein Festprogramm vom „Besuch bei der Königin“ für Kinder bis zum Jubiläumskonzert mit dem renommierten Organisten Wolfgang Seifen aus Berlin.

Besuch bei
der Königin

Die Pfeifenorgel, von der schon Mozart sagte, dass sie die „Königin der Instrumente“ sei, ist „Instrument des Jahres 2021“ und zieht durch ihre technischen und klanglichen Dimensionen insbesondere auch junge Menschen in ihren Bann. Am Samstag, 9. Oktober, 15 Uhr, bietet Kirchenmusiker Bartholomäus Prankl für Kinder und Familien einen „Besuch bei der Königin“ an. Kindgerecht wird die Funktionsweise des faszinierenden Instruments erklärt, werden Fragen beantwortet und Orgelklänge hautnah auf der Empore erlebbar.

Am Samstag, 16. Oktober, 15 Uhr, findet eine zweite Orgelführung für Erwachsene und alle Interessierten statt.

Für beide Führungen ist eine Anmeldung per E-Mail an bprankl@ebmuc.de erforderlich. Am Kirchweihsonntag, 17. Oktober, dem Weihetag der Orgel, erklingen im Festgottesdienst um 10 Uhr Werke für gemischten Chor und Orgel. Es singt die Chorgemeinschaft Mariä Himmelfahrt.

Am 17. Oktober findet auch um 19 Uhr ein musikalisches Abendlob mit Orgel und Chor statt. Aaron Voderholzer spielt die „Suite Gotique pour Grand Orgue“ von Léon Boëllmann. Zwischen den Sätzen der Suite erklingt Chormusik a cappella von der Gregorianik bis zur Gegenwart.

Es musiziert der Priener Kammerchor „Capella Vocale“ unter der Leitung von Kirchenmusiker Bartholomäus Prankl.

Der Gottesdienst am Sonntag, 24. Oktober, 10 Uhr, wird mit Liedern für Orgel und Kinderstimmen gestaltet. Es singt der Kinderchor der Pfarrei Mariä Himmelfahrt. Im Festgottesdienst zu Allerheiligen, am Montag 1. November, 10 Uhr, musiziert die Chorgemeinschaft die „Missa Choralis“ von Franz Liszt für Chor und Orgel.

Das Allerseelenrequiem am Dienstag, 2. November, 19 Uhr, wird von der Choralschola mit Gesängen aus dem Repertoire des gregorianischen Chorals gestaltet.

Abschluss mit
Meisterkonzert

Das Festprogramm zum Orgeljubiläum findet an Allerheiligen, Montag, 1. November, 18 Uhr, mit einem Meisterkonzert seinen Abschluss. An der Priener Woehl-Orgel ist Professor Wolfgang Seifen aus Berlin. Der international gefeierte Orgel-Improvisator ist Professor an der Universität der Künste in Berlin und Titularorganist an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche.

Ticket-Reservierung unter www.kirchenmusik-prien.de möglich.

Die Priener Orgel stammt aus dem Jahr 1738

Die Orgel der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt Prien gehört mit ihrem reich geschnitzten Prospekt der Erbauungszeit der Kirche an und wurde ursprünglich im Jahr 1738 vom berühmten Hoforgelmacher Johann Christoph Egedacher aus Salzburg gefertigt. Das heutige Werk sowie das Rückpositiv an der Emporenbrüstung stammen aus der Orgelbauwerkstätte Gerald Woehl in Marburg und wurden 1995 eingebaut. Das Instrument mit 50 Registern auf drei Manualen und Pedal verfügt über ein symphonisches Windsystem mit acht Bälgen, mechanischer Spiel-, elektrischer Registertraktur und mechanischen Koppeln. Die digitale Setzeranlage wurde im Jahr 2020 grundlegend erneuert und besitzt 11264 Kombinationen, die per Zifferncodes gesichert und via Fußpiston, Daumentaster oder Fernbedienung abrufbar sind. Zwei programmierbare Register-Crescendi ergänzen die Spielhilfen. Die Priener WoehlOrgel ist die größte Orgel im Dekanat Chiemsee und zählt zu den klanglich besonders interessanten Instrumenten zwischen München und Salzburg.

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