Übersee – Kontinuität herrschte bei den Neuwahlen in der Jahresversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Übersee-Feldwies im „Gasthof Hinterwirt“. Alle Mitglieder der Vorstandschaft um Vereinschef Josef Stecher wurden einstimmig wiedergewählt. Ansonsten beherrschten die coronabedingten Einschränkungen die Sitzung. Einen beeindruckenden Vortrag über die Vermissten und Toten des Zweiten Weltkrieges in Übersee hielt Hobbyforscher Wolfgang Pichler, der auch Überseer Soldatengräber erforscht hat.
Todesumstände der Soldaten aufgeklärt
Seine Nachforschungen sind Teil einer Ausstellung des Arbeitskreises „Heimatgeschichte“ und der Ortsheimatpflegerin Annemarie Kneissl-Metz über die Kriegs- und Nachkriegszeit, die ab 1. November in der Schulaula zu sehen sein wird. Da im vergangenen Jahr die Jahresversammlung wegen der Pandemie ausgefallen war, handelte der Vorstand vor diesem Vortrag zwei Jahre ab. Inzwischen ist der Verein auf rund 120 Mitglieder angewachsen.
Wie Schriftführer Karl Maresch berichtete, musste die in Übersee vorgesehene Gauversammlung 2020 sowie die Gauwallfahrt nach Maria Eck und die Kampenwand-Gedenkfeier ebenso abgesagt werden, wie das Gedenken am Kriegerdenkmal. Lediglich zwei Winterstammtische, die Gau-Vorstandssitzung, die Mai-Andacht am Kriegerdenkmal sowie die Teilnahme am Fronleichnams- und Erntedankfest konnten in abgespeckter Form stattfinden.
Das ungewohnt magere Ergebnis der Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge von 631 Euro war laut Maresch ebenfalls den Corona-Einschränkungen zuzuschreiben.
„Auch in diesem Jahr hatte uns die Pandemie noch fest im Griff“, so der Schriftführer. „Alle traditionellen Veranstaltungen mussten daher entfallen.“ Aufgrund der teilweisen Lockerungen der Corona-Beschränkungen im Mai konnte dann wenigstens die Maiandacht am Kriegerdenkmal mit Diakon Heiko Jung abgehalten werden. Kassier Thomas Stecher präsentierte in seinen Finanzberichten zufriedenstellende Überschüsse. Für die Kontinuität des Vereins sprachen die langjährigen Mitgliedschaften von Gerhard Gerstl und Engelbert Steiner (beide 40 Jahre) und Sepp Trummer senior (50 Jahre).
Mitglieder sollen sich aktiver einbringen
Ein leichtes Amt als Wahlleiter bei den Neuwahlen hatte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Dr. Martin Metz. Einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden Erster Vorsitzender Sepp Stecher, Zweiter Vorsitzender Michael Weissenbacher, Kassenwart Thomas Stecher, Schriftführer Karl Maresch, Fahnenjunker Josef Filippi und sein Fahnenbegleiter Simon Stecher. Beisitzer wurden Sepp Utzmeier, Wolfgang Lindlacher, Georg Aberger und Wolfgang Pichler. Der wiedergewählte Vorsitzende Stecher drückte abschließend den Wunsch aus, dass sich künftig mehr Mitglieder bei den Vereinsaktivitäten engagieren.