Breitbrunn – Der Breitbrunner Altbürgermeister und Ehrenbürger Hans Thalhauser ist seit 60 Jahren Mitglied der Breitbrunner Feuerwehr. Dafür ehrte ihn der Vorstand auf der gut besuchten Jahresversammlung im Gasthof „Zur Post“ mit einer Anstecknadel und einer Urkunde. Er war in den 60er-Jahren mehrere Jahre lang Zweiter Kommandant der Breitbrunner Feuerwehr. Neben weiteren Ehrungen legten die Verantwortlichen ihre Berichte über das Feuerwehrjahr vor. Die Wahlen ergaben personelle Wechsel.
Neue Aufgabe bei der Landkreisfeuerwehr
Scheidender Kommandant Max Stadler legte ein letztes Mal die zurückliegende Einsatzfrequenz vor und bedankte sich bei seinen Kameraden für die tatkräftige Unterstützung. Wie berichtet, tritt Hermann Ganterer seine Nachfolge an. Dies hatten die Wahlen vor wenigen Wochen in der Chiemseehalle ergeben.
Stadler bleibt aber in Breitbrunn unter anderem Gerätewart und engagiert sich darüber hinaus künftig bei der Landkreisfeuerwehr als Mitglied einer Psychosozialen Notfallversorgung. Als gelernter Heilerziehungspfleger liegt ihm das neue Aufgabengebiet sicherlich sehr.
Im vergangenen Jahr war die Breitbrunner Wehr laut Stadler 37-mal ausgerückt, davon vier Brände und zu mehreren Fehlalarmen auf der Fraueninsel und in Mitterndorf. Bei den Einsätzen zur Technischen Hilfeleistung sei eine eingesperrte Person aus einem Aufzug zu retten gewesen, Ölspuren zu beseitigen und Kleinbrände von Autos zu löschen.
Aufgrund corona-bedingter Pause umfasste der Bericht von Schriftführer Rupert Donauer die Jahre 2019 und 2020. Der Kassenbericht von Christian Obermaier wies trotz Stillstand des Vereinslebens eine erfreuliche Tendenz nach oben aus.
Der ebenfalls scheidende Vorsitzende Klaus Pfaffelhuber listete in seinem Bericht die größten Projekte und Anschaffungen in seiner 16-jährigen Amtszeit auf. Darunter waren im Jahr 1998 der neue Atemschutz, ein Jahr später die Feierlichkeiten anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Breitbrunner Feuerwehr, ein neues Löschfahrzeug im Jahr 2005, der Umbau des Feuerwehrhauses im Jahr 2010 und 2011 ein neues Mehrzweckfahrzeug.
Die von der Versammlung einstimmig mitgetragene Satzungsänderung erweitert die Vorstandschaft um zwei Beisitzer und verkürzte die Wahlperioden von sechs auf vier Jahre. Bürgermeister Anton Baumgartner führte in bewährter Weise die turnusgemäßen Wahlen per Akklamation durch. Für den nicht mehr kandidierenden Pfaffelhuber erhielt der bisherige Schatzmeister Christian Obermaier das eindeutige Votum aller Anwesenden für den Vorsitz.
Kilian Schlemer folgt auf Sepp Schneider
Für den ebenfalls nicht mehr angetretenen Sepp Schneider hatte Kilian Schlemer seinen Hut für den Vizeposten in den Ring geworfen und ein klares positives Ergebnis erzielt. Zum Schatzmeister und zur Schriftführerin wählten die Mitglieder Rudi Enzinger und Verena Maurer. Als Beisitzer fungieren künftig Max Stadler und Klaus Pfaffelhuber.
In Abwesenheit wurden Georg Friedrich für 50 Jahre Mitgliedschaft und Peter Herdegen für 40 Jahre aktiven Dienst geehrt.
Kreisbrandrat Richard Schrank bedankte sich bei allen ehrenamtlichen Aktiven für deren Engagement. Der Jahresversammlung vorausgegangen war eine Gedenkmesse in der Pfarrkirche St. Johannes für die verstorbenen Kameraden, zelebriert von Pfarrer Andreas Przybylski. Der Männergesangverein hatte den Gottesdienst musikalisch umrahmt.