Prien-Atzing – Seit 20 Jahren gibt es einen Bulldogverein mit Sitz in Atzing in der Gemeinde Prien. Ziele der Gründer waren und sind die Pflege von alten Bulldogs und landwirtschaftlichen Gerätschaften sowie gesellige Zusammenkünfte und gemeinsame Ausfahrten.
Auch im Winter sowie in Corona-Zeiten halten der Vorstand und die Mitglieder Kontakt untereinander. Bei einem Treffen erzählen die Vorstandsmitglieder über ihre Gemeinschaft.
Verein besteht
bereits seit 2001
Rund 130 Mitglieder zählt der Verein Bulldogfreunde Prien-Atzing, der 2001 gegründet wurde und vorher bereits als Interessengemeinschaft bestand. Gründungsvorsitzender war Josef Bauer aus Bachham, er führte dieses Amt bis 2019 aus. Dann übernahm Lothar Leuthold die Vereinsführung.
Neuer Zweiter Vorsitzender nach Stefan Freund wurde Leonhard Jell aus Arbing. Die Aufnahme in den Verein hängt nicht unbedingt von einem Bulldog-Besitz ab, dazu Vorsitzender Lothar Leuthold: „Natürlich ist es von Vorteil, wenn jemand ein bäuerliches Gefährt hat, aber entscheidend ist, dass man sich für die landwirtschaftlichen Gerätschaften interessiert und bei Terminen mit dabei ist oder gar bei eigenen Veranstaltungen organisatorisch mithilft.“
Solch eigene Veranstaltungen sind zum Beispiel die monatlichen Stammtische im Vereinslokal, dem Gasthaus Stocker in Atzing oder die alle zwei Jahre in Atzing oder Umgebung organisierten Bulldogtreffen.
Mit den Bulldogtreffen wechseln und stimmen sich die Atzinger mit den Nachbarsvereinen terminlich ab, insbesondere mit dem Bulldogverein aus Aschau.
„Zu den auswärtigen Bulldogtreffen, unter anderem in Eggstätt, Langenpfunzen, Söllhuben, Hemhof, Kössen, Höslwang, Breitbrunn, Amerang oder Übersee fahren wir immer in möglichst großer Anzahl, da es dabei auch Meistpreise und vor allem viel Sehenswertes gibt für Fachsimpeleien“, so Ehrenvorsitzender Josef Bauer. Ausflüge in kleinerer Anzahl führten in den vergangenen 20 Jahren unter anderem auf den Großglockner zu einem dortigen Bulldogtreffen, diese Ausfahrt dauerte fünf Tage mit vier Übernachtungen.
Auch die Seiseralm und Kastelruth, das Stilfserjoch, Vomp im Inntal, der Wolfgangsee oder Slowenien waren schon Ziele der Atzinger Bulldogfreunde. Gesellige Busausflüge führten zu den Eicher-Freunden im Schwarzwald.
Aufgrund der vielen Ausfahrten hatten die Atzinger auch immer starken Gegenbesuch bei ihren eigenen Veranstaltungen.
Diese wurden zusätzlich aufgewertet, indem sie schon viermal eine Versteigerung von alten Bulldogs oder von einem Rasenmäher-Bulldog machten. Auch das Auffrischen von alten Bulldogs gehört zu den Vereinsaufgaben.
Besonders Stefan Freund stellt sich als pensionierter Landmaschinenmechaniker gerne zur Verfügung.
Zur Sammlung und Ausstellung bei Bulldogtreffen gehören nicht nur alle möglichen Fabrik-Arten von Traktoren, sondern auch Gerätschaften wie Dreschwagen, Pflüge, Lader, Gsed-Maschinen, Gabelwender oder Schwadenrechen.
Ausfahrten bis
zum Großglockner
Wer sich für die Tätigkeiten des Bulldogvereins von Prien-Atzing näher interessiert, kann sich, sofern es die Pandemie ermöglicht, zum regelmäßigen Stammtisch jeden zweiten Montag im Monat im Gasthaus Stocker in Atzing einfinden. Die Mitgliedschaft im Verein beträgt im Jahr zehn Euro. hö