Zwei Minuten Heimatgeschichte

Prien ab 1862 Amtsgericht

von Redaktion

Auf ein wenig bekanntes Jubiläum weist die Priener Chronik hin: Vor 160 Jahren wurde der Ort offiziell zum Amtsgericht erhoben. Mitte des 12. Jahrhunderts sollte Graf Siboto von Falkenstein auf Bitte des Erzbischofs von Salzburg die Siedlungen zwischen Chiemsee und Inn unter seinen Schutz stellen. „1158 errichteten die Falkensteiner in Prien einen Gerichtssitz“, heißt es in der Chronik. „Auch die nachfolgenden Familien der Ascher und Schurff ließen die Gerichtsbarkeiten bestehen. Aus dem 15-. Jahrhundert stammt ein Gesetzeswerk für Prien, ‚Die Öffnung für Prien‘, darin wird über Strafrecht, Straßen- und Wasserrecht, Feldordnung und anderes berichtet. 1806 wurden die Herrschaftsgerichte staatliche Behörden. 1862 wurde es Amtsgericht Prien. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es aufgelöst. Das Haus des Gastes erinnert uns an das alte Gerichtsgebäude.“ ul

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