Ortsentwicklung vorantreiben und Flächen sparen

von Redaktion

Gemeinderat Unterwössen gibt einstimmig grünes Licht für Bebauungsplan „Ortsmitte-Nord“

Unterwössen – Zehn Stellungnahmen von Behörden und Institutionen berücksichtigen die Verwaltung und das beauftragte Architekturbüro Wüstinger Rickert, Frasdorf, im Verfahren um den Bebauungsplan Unterwössen „Ortsmitte-Nord“. Sie führten zu zwei Änderungen, die der Gemeinderat in jüngster Sitzung einstimmig beschloss. Der Plan wird noch einmal ausgelegt.

Der Bebauungsplan Ortsmitte-Nord betrifft die Grundstücke beidseits der Hauptstraße vom neuen Edeka-Markt bis zum neuen Friedhof und reicht in einen Teil von Alte Dorfstraße, Postweg und Alte Schulstraße. Er ist die Fortschreibung des rechtskräftigen Bebauungsplans Ortsmitte-Süd für den nördlichen Bereich. Sein Ziel ist, eine vitale Ortsmitte in Unterwössen zu erhalten und langfristig Gewerbe und Gastronomie in den dem Straßenraum zugewandten Räumen der Erdgeschosse zu erhalten und zu schaffen.

Von Bürgerseite ging nach der Auslegung keine Stellungnahme ein. Mit zehn Stellungnahmen von Behörden und Institutionen setzte sich Bauamtsleiter Hans Thullner in der Vorstellung des Tagesordnungspunktes ausführlich auseinander.

Weil die Planer die meisten Punkte bereits im ersten Entwurf berücksichtigten, empfanden Gemeinderätinnen und -räte in einzelnen Abstimmungen diesbezügliche Formulierungen des Planes und seiner Hinweise als ausreichend.

Die Regierung von Oberbayern begrüßt die Planung im neuen Bebauungsplan „Ortsmitte-Nord“ ausdrücklich, die Funktionsfähigkeit der Siedlungsstrukturen, die Innen- und Außenentwicklung voranzutreiben und Flächen zu sparen.

Sondergebiet aus Plan herausgenommen

Auf ihren Vorschlag hin, nahm der Gemeinderat einstimmig den als Sondergebiet „Einzelhandel“ ausgewiesenen Bereich des Edeka- Marktes aus dem Bebauungsplan heraus. Auf Vorschlag der Wasserbehörde übernimmt der Gemeinderat einstimmig einen Hinweis, mit linienförmigen Versickerungsanlagen einen Abstand von einem Meter zum höchsten Grundwasserstand einzuhalten.

Im Anschluss an die Vorstellung stellte der neu berufene Gemeinderat Detlef Katzbichler (Bündnis 90/Die Grünen) die grundsätzliche Frage, ob es bei „so viel Leerstand in der Ortsmitte Unterwössen überhaupt Sinn macht, entlang der Hauptstraße Gewerbeflächen vorzuschreiben.“ Bürgermeister Ludwig Entfellner (CSU) stellte fest, dass so der Gemeinde Unterwössen die Möglichkeit gegeben werde, bei anderer Nutzung der Erdgeschossräume entlang der Hauptstraße mitzureden. „Trotz des Bebauungsplanes bleiben Ausnahmen möglich“, so der Bürgermeister. Auch Verwaltungsleiter Thomas Müllinger verwies auf die Möglichkeit von Einzelfallregelungen.

Philipp Spanier (CSU) sagte, dass die Leerstände jeweils auf unterschiedlichen Beweggründen beruhen würden. „Ich bin der Überzeugung, dass sich da etwas ändern kann“, so Spanier. Er erachte die Bebauungsplanregelung generell für sinnvoll. Gabi Neubert (Bündnis 90/Die Grünen) regte an, „die Leute hinter dem Leerstand“ noch einmal anzusprechen. Ludwig Flug

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