von Redaktion

Auf der jüngsten Bürgerversammlung wurden die zahlreichen Projekte erläutert

Rottau – Sehr gut besucht war die Bürgerversammlung von Rottau im Gasthaus Messerschmied.

Von besonderem Interesse für die Zuhörer waren dabei die Baumaßnahmen, die momentan im Dorf zugange sind, und die Mobilfunkversorgung.

Die größten Ausgaben für die Marktgemeinde Grassau stehen bei der Generalsanierung der Schule an, an dessen Ende ein modernes, dreiteiliges Gebäude steht: für die Grundschule, die Mittelschule und die offene Ganztagsschule. Alle sollen auf dem neuesten Stand der Technik sein. Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) lobte dabei den scheidenden Schulleiter Georg Tischler für die sehr gute Zusammenarbeit. Eine Verzögerung gibt es aktuell hinsichtlich der beschädigten Turnhalle. Sie könne erst dann saniert werden, wenn das Gericht entschieden hat, wer für den Schaden verantwortlich ist. Das Urteil wird für den Herbst erwartet.

Thema war auch der neue Kinderspielplatz, der im Oktober vergangenen Jahres eröffnet wurde. Die Familienstelle mit den Ansprechpartnerinnen Margarete Kastner und Renate Götze sowie die Mitarbeiter des Bauhofs hätten immer ein offenes Ohr für die Wünsche der Rottauer Dorfkrabbler unter der Leitung von Tanja Ganser gehabt. Aufgrund der starken Nachfrage nach Kindergartenplätzen soll in Rottau bald ein Waldkindergarten entstehen.

Rottau ist momentan ohnehin eine Riesenbaustelle mit sehr vielen Kränen. Im Rohbau fertig ist das neue Feuerwehrhaus – hier hat bereits der Innenausbau begonnen. Bei der Eröffnung im nächsten Jahr wird die Feuerwehr zudem ein neues Fahrzeug erhalten.

Weit fortgeschritten ist auch der Anbau eines barrierefreien Gemeinde- und Probensaals am Pfarrheim. Den Grund dafür stellt das Ordinariat zur Verfügung. Die Baukosten übernimmt die Gemeinde. Dabei sind die Rottauer bereit, Eigenleistungen in Höhe von 25000 Euro in Form von Arbeitsstunden zu leisten. Die Schulden für die beiden Baumaßnahmen bezeichnete Kattari als „sinnvolle Schulden“.

Für die laufende Sanierung der St.-Michaels-Kirche gewährt die Gemeinde einen Zuschuss von 7500 Euro.

Trotz einiger Beschaffungsprobleme konnte mit dem Bau des Biomasseheizwerks im neuen Baugebiet Rottau-West begonnen werden.

Die ersten Rohre
sind bereits verlegt

Die ersten Rohre sind bereits verlegt. Gleichzeitig mit den Rohren werden auch Glasfaserkabel verlegt, die bis zur Grundstücksgrenze reichen. Wann diese an das Netz angeschlossen werden, steht aber noch nicht fest. Fest steht aber inzwischen, dass sich am Fernwärmeprojekt der Gemeinde deutlich mehr Rottauer als erwartet beteiligen.

Zur ärztlichen Versorgung in Rottau sagte der Bürgermeister, die Gemeinde sei „mit Ärzten überversorgt“, weshalb nur eine Zweigniederlassung möglich sei.

Zum Thema „Mobilfunkversorgung in Rottau“ hatte die Gemeinde drei Plätze für die Standortwahl der Mobilfunkantenne vorgeschlagen: Das neue Feuerwehrhaus, das Haus der Dorfgemeinschaft und den Vereinsstadel. Der Sachverständige, Dr. Thomas Gritsch, stellte das Gutachten „Mobilfunk in Rottau“ und die Standortwahl der Antennen ausführlich vor und konnte alle Fragen kompetent beantworten. Als nicht geeignet schloss er den Vereinsstadel aus, da die Antenne Richtung Dorf ausgerichtet werden müsste und dann der Empfang sehr schlecht sei. Die beiden anderen Orte bezeichnete er hingegen als gut geeignet, da die Antennen dort in drei Richtungen aufgestellt werden könnten, was sich positiv auf den Empfang auswirke. Dr. Gritsch nahm auch zum Thema „Strahlenbelastungen“ mit neuen Forschungsergebnissen Stellung.

In seinen Schlussworten dankte Kattari allen Ehrenamtlichen, die sich für ihre Mitbürger einsetzen.

Rottau derzeit eine Riesenbaustelle

Artikel 1 von 11