Chieming – Im Rahmen des Wirtschaftsinformatikunterrichts haben Zehntklässler des Isinger Gymnasiums erneut am Programm „Partnerschule Verbraucherbildung Bayern“ teilgenommen – und das schon wieder mit herausragendem Erfolg. Ihre Schule darf sich nun schon zum zweiten Mal in Folge „Partnerschule Verbraucherbildung Bayern“ nennen.
Mit ihrem Wettbewerbsbeitrag haben die Jugendlichen nicht nur die Jury, sondern auch die drei Projektpartner – das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, das Kultusministerium und den Verbraucher-Service Bayern – überzeugt.
Als besonderes Extra erhält die Zehntklass-Schülerschaft für ihren prämierten Beitrag zum Wettbewerbsthema „Regional oder aus aller Welt – was kommt auf den Tisch?“ als eine von sechs prämierten Schulen einen Geldpreis in Höhe von 300 Euro.
Die preisgekrönte Schülergruppe hatte in einem Videoprojekt einen Vergleich zwischen regionalen und überregional-globalen Produkten hergestellt. Dazu filmten die Jugendlichen, wie sie gemeinsam einkauften und kochen. Wie die Schülerin Sophia Linner berichtet, sei dieses Filmprojekt sehr aufwendig gewesen: Vom Drehbuch über den Schnitt bis hin zur richtigen Vertonung seien die jungen Filmemacher auf ganzer Linie gefordert gewesen. Rindersteak mit Kartoffelvariation und Salat: Die überregionalen und globalen Lebensmittel dafür kauften die Isinger Schüler in einem Seebrucker Supermarkt und die regionalen Produkte in einem Obinger Naturkostladen. In der Schule bereiteten sie dann dieses Essen zu – einmal mit überregional-globalen, und dann regional.
„Unsere These war ja, dass das Regionale besser schmeckt, weil keine Konservierungsstoffe drin sind“, sagt Sophia. „Aber das überregionale Gericht hat dann doch besser geschmeckt“, berichtet Klassenkamerad Leo Peteranderl. Das lag seiner Meinung nach an dem schwierigen Aspekt der Saisonalität: Im Februar, als das Kochduell stattfand, habe es als lokale Salat-Variante nur Chinakohl gegeben – geschmacklich einseitiger als die Fertigsalatmischung aus dem Supermarkt, woher auch das überregionale Fertigdressing kam. Die lokale Salatsaucenvariante habe ihr Klassenkamerad selbst angerührt.
„Man kann aber auch ohne schlechtes Gewissen beim Discounter einkaufen, wenn man auf das Tierwohl-Siegel achtet – und wegen des CO2-Ausstoßes auf das Herkunftsland Bayern“, schlussfolgern die Isinger Jugendlichen als inzwischen bewusste Verbraucher.
Julia Dorfner