Müttern mit einer Babyklappe helfen

von Redaktion

Traunstein – Der Anfang Dezember in Ruhpolding tot aufgefundene Säugling bewegt die Bürger in der Region. Das tragische Geschehen brachte viele zum Nachdenken, wie es vielleicht hätte verhindert werden können. In der jüngsten Kreistagssitzung regte Marianne Penn (Grüne) an, bei einer Kreisklinik eine anonyme Babyklappe einzurichten, „um verzweifelten Müttern eine Möglichkeit zu bieten“. Landrat Siegfried Walch sagte zu, den Vorschlag prüfen zu lassen. Ein Zeuge hatte das tote Neugeborene am Sonntagmittag, 4. Dezember, im Bereich des Wanderparkplatzes Seekopf hinter einem Wall am Wanderweg Richtung Förchensee entdeckt (wir berichteten). Er verständigte die Polizeistation Ruhpolding. Die noch am gleichen Abend durchgeführte Obduktion im Institut für Rechtsmedizin an der Universität München erbrachte Anhaltspunkte auf einen gewaltsamen Tod. Die Staatsanwaltschaft Traunstein leitete Ermittlungen wegen eines Tötungsdelikts ein. Die Kriminalpolizei rief die Ermittlungsgruppe „EG Säugling“ ins Leben. Das Bayerische Landeskriminalamt setzte 5000 Euro Belohnung aus. Der Fall wurde Mitte Januar in der TV-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ vorgestellt. Dennoch ergaben sich bislang noch keine entscheidenden Hinweise.kd