Wildes Gerassel und Geschrei bei der „Geigelstoa Pass“

von Redaktion

Schlechinger bemühen sich um Erhaltung von alter Tradition

Schleching – Auf dem geschmückten Weg zur alten Scheune beim Feichten in Raiten lag Spannung in der Luft. Viele Zuschauer fanden sich ein, um das Auslaffn der „Geigelstoa Pass“ zu erleben. Man hörte die Kirchenglocken sowie das wilde Gerassel und Geschrei hinter dem Scheunentor. Nebel und Rauch quoll unter dem Tor hervor, bevor die Salutschüsse die Atmosphäre weiter aufheizten.

Als das Tor sich öffnete, schritt der heilige Nikolaus würdevoll mit seinen weißen Engeln über den Platz, wo die Zuschauer voller Aufregung warteten. Das Gerassel in der Scheune wurde immer lauter, bis die Krampein nicht mehr zurückgehalten werden konnten und wild auf den Platz stürmten.

Erst der Nikolaus konnte dem Treiben Einhalt gebieten. Gemeinsam mit den nun friedlicheren Krampein zogen sie durch Raiten auf den Kirchbichl. Seit neunzehn Jahren besteht der „Geigelstoa Pass Schleching“. Das Ziel der Mitglieder ist es, den Nikolaus- und Krampusbrauch in der Adventszeit zu erhalten. Besonders die Kinder sollen den Mythos erleben. Als „Pass“ bezeichnet man eine Gruppe, bestehend aus dem Nikolaus, Krampein und Engeln. Der Name „Geigelstoa“ kommt vom Schlechinger Hausberg. wun

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