Ruhpolding schafft zwei Stellen für Bufdis

von Redaktion

Gemeinderat stimmt SPD-Antrag einstimmig zu – Einsatz an Schule geplant

Ruhpolding – Die SPD-Fraktion stellte im vergangenen Dezember an die Gemeinde den Antrag, zwei Stellen für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) zu schaffen. Der Einsatzort sollte die Grund- und Mittelschule sein. Wie Bürgermeister Justus Pfeifer einleitend anführte, habe man bereits positive Erfahrungen an der Schule mit den Bufdis sammeln können. Darum sei dieser Antrag unterstützenswert, sagte Pfeifer.

Die Kosten für die beiden Stellen würden sich laut Geschäftsleiter Martin Heinemann jährlich auf etwas über 15000 Euro belaufen. Wobei mit einer Bundesförderung von 7200 Euro gerechnet werden könne und der Aufwand entsprechend verringert würde, so Heinemann.

Die SPD sehe im BFD ein wertvolles Programm und als positiv an, wenn die Gemeinde dafür Mittel bereitstelle, sagte Dritte Bürgermeisterin Sigi Haitzer, die für die SPD-Fraktion die Gründe zu diesem Antrag erläuterte. Durch die jungen Leute, die hier im BFD zum Einsatz kommen würden, könnten auch die Lehrkräfte entlastet werden. Gerade durch die ständig steigenden Anforderungen durch die Integrationshintergründe oder auch die Notwendigkeit von Sonderförderungen. Die zwei Stellen deswegen, so Haitzer, um nicht immer am Limit zu sein, wenn Angebote wie zusätzlicher Sport oder Freizeitaktivitäten gemacht würden.

Grundsätzlich befürworte er diese Stellen, sagte Gemeinderat Ralf Gstatter. Doch gab er zu bedenken, dass es sich dabei wiederum um Personal im Gemeindehaushalt handle. Auch stelle er die Frage, ob immer geeignete Praktikanten zu finden seien, um die Lehrkräfte echt zu entlasten. Dazu erwiderte Haitzer, dass der Antrag für die Vorbereitung der Stellen benötigt werde, da es hier einen Vorlauf benötige. Und ja, es könnten sicher nicht immer geeignete Personen gefunden werden, meinte Haitzer. Aber dann würde die Stelle nicht besetzt. Hier fügte Geschäftsleiter Martin Heinemann noch ein, dass die Auswahl der Leute in enger Rücksprache mit der Schule gemacht würden.

Der Gemeinderat Hermann Hipf (VRB) meinte, dass er eine Zeitschiene mit einer Befristung der Stellen haben wolle. Ohne diese Befristung würden diese im Stellenplan der Gemeinde sein und automatisch ausgeschrieben werden. Er stellte dies auch als Antrag, der jedoch keine Mehrheit fand. Bei der anschließenden Abstimmung zur Schaffung der beiden BFD-Stellen fiel das Ergebnis einstimmig für den Antrag aus. mp

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