Chaletdorf statt Hotelkomplex

von Redaktion

Gemeinderat informiert über Zwischenstand des Bauleitverfahrens Gut Hitzelsberg

Bernau – Der Gemeinderat Bernau beschloss Mitte Dezember die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes für den Hitzelsberg. Dieser Bebauungsplan beinhaltet ein Chaletdorf anstatt des vormals geplanten Hotels.

Im Zuge der Neuaufstellung entfiel die geplante Erschließungsstraße vom Kreisel in der Priener Straße. Nachhaltig werden damit rund 2000 Quadratmeter als natürliche Wald und Wiesenfläche erhalten.

Das Chaletdorf soll über bestehende Straßen im Ortsbereich von Bernau erschlossen werden. Nach ersten Vorstudien ist das Verkehrsaufkommen bei Chalets in dieser Anzahl wesentlich geringer als bei dem zunächst favorisierten Hotelkomplex.

Gutachten
werden erstellt

Derzeit werden noch Gutachten erstellt oder verfeinert, die für die Aufstellung des Bebauungsplanes notwendig sind. Unter anderem sind naturschutzfachliche Gutachten und Verkehrsgutachten beauftragt. Diese sollen Lösungsmöglichkeiten aufzeigen, um Eingriffe in die Natur schonend zu gestalten und entstehende Verkehrsströme für die Anwohner verträglich und möglichst lösungsorientiert abzuwickeln.

Für Naturdenkmäler wie eine ortsbildprägende und unter Schutz stehende Eiche gibt es Zusatzgutachten, die bei Umsetzung den höchstmöglichen Schutz bieten. Das Gremium weist ausdrücklich darauf hin, dass keine absoluten Verkehrszahlen vorliegen, die eine gutachterliche Bewertung zulassen. Kürzlich wurden Daten über Erhebungen genannt, die zum Teil geringer sind, als dies mancherorts befürchtet wird.

Der Gemeinderat hat sich bewusst dafür entschieden, an der einst geplanten touristischen Nutzung festzuhalten, um auch so der Öffentlichkeit weiter die Möglichkeit bieten zu können, den Hitzelsberg als Naherholungsgebiet zu erleben. Ebenso bewusst fiel die Entscheidung bereits vor einigen Jahren für eine hochwertige touristische Verwertung, da nur so die Gäste länger im Ort verweilen und neben Kur- und Fremdenverkehrsabgaben auch täglich die Wirtschaft und das Gewerbe in der Gemeinde unterstützen.

Die Wertschöpfung für die Gemeinde Bernau aus einem so wichtigen Projekt soll sich in unterschiedlichen Bereichen widerspiegeln. Zudem reduziert eine längere Verweildauer den anfallenden Pkw-Verkehr. Nur durch die öffentliche Zugänglichkeit wird und bleibt der Hitzelsberg wieder mehr ein Teil Bernaus. Durch das Chaletdorf kann er ein kleiner touristischer Höhepunkt werden, der durchfahrende Leute zum Verweilen auffordert.

Wirtschaftszweig
stärken

Ziel des Gemeinderates war und ist es, den Tourismus als bedeutenden Wirtschaftszweig zu stärken, da die Bettenzahlen stark sinken. Auch die einheimische Bevölkerung kann die touristischen Einrichtungen wie Wanderwege oder den Chiemseepark Felden nutzen, die nur durch den gut funktionierenden Tourismus finanziert werden können. Sobald alle relevanten Gutachten und somit auch konkrete Zahlen vorliegen, werden diese in einer Sonderbürgerversammlung umfassend vorgestellt. Es wird gebeten, auf Bekanntmachungen auf der gemeindlichen Homepage und in den Aushangkästen zu achten.

Bernauer Bürger können im Zuge des Bauleitverfahrens Wünsche und Anregungen einbringen.

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