Bergen – In 16 Jahren wurde aus einem kleinen Verein mit gerade einmal zehn Mitgliedern die Hochfellner Bergdeifen mit derzeit 96 Mitgliedern. In der Jahresversammlung des jungen, ambitionierten Vereins in der Vereinshütte übergab Vorsitzender Kevin Homm nach einstimmiger Wahl die Aufgabe an Maximilian Meindl junior. Alle Ämter wurden vergeben und so blickt der Verein, der um die Weihnachtszeit für viel Unterhaltung sorgt und sich der Fortführung von Tradition und Brauchtum verschrieben hat, zuversichtlich in die Zukunft.
Beeindruckend ist, was die Bergdeifen aus Idealismus schufen. So konnte unter anderem die Vereinshütte, die als Versammlungsraum diente, mit viel ehrenamtlicher Arbeit erstellt werden. Wie Homm informierte, gehören den Bergdeifen 84 Mitglieder über 16 Jahre und zwölf Mitglieder ab sieben Jahre an.
In der vereinseigenen, gut ausgestatteten Hütte zog Homm einen positiven Rückblick, bedauerte jedoch, dass witterungsbedingt einige Veranstaltungen wie das Sommernachtsfest, aber auch der Adventsmarkt, bei welchem die Bergdeifen erstmals eine eigene Verkaufshütte betrieben hätten, ausfallen musste. Dafür schien der Vereinsausflug, so können die Reaktionen gedeutet werden, ein großer Spaß gewesen zu sein. Höhepunkt war die gelungene Waldweihnacht im Bergener Kurpark. Die Bergdeifen traten mit einer starken Gruppe auf, zeigten ihre Show, führten Tänze auf und betrieben zudem einige Verkaufshütten mit Bosna und Glühwein. Laut Homm waren acht Gastvereine mit von der Partie und so stieg die Zahl der Krampusse auf 135. Mit 33 Kramperl waren die Bergener Deifen die stärkste Gruppe und dies nicht nur in der eigenen Gemeinde, sondern auch bei anderen Läufen in anderen Gemeinden. Mitlaufen dürfen auch die Kinder.
Die Jugendabteilung umfasst derzeit zwölf Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 16 Jahren, die auch am Kinderferienprogramm beteiligt waren und einen Jugendausflug unternahmen. Natürlich waren die Hochfellner Bergdeifen mit dem heiligen Nikolaus und den Engeln wieder am 5. und 6. Dezember unterwegs, um die Kinder zu überraschen und Tradition und Brauchtum in die Häuser zu bringen.
Homm dankte Gemeinde, Feuerwehr und Tourist-Information wie auch den vielen Helfen für die Unterstützung und das Vertrauen in den Verein. Gleichzeitig erklärte er, dass er nach vier Jahren des Vorsitzes nicht mehr kandidieren werde. Die Versammlung schlug, unter der Wahlleitung von Josef Gehmacher, Maximilian (Mäx) Meindl junior vor, dem bei geheimer Wahl das einstimmige Vertrauen ausgesprochen wurde.
Meindl war vorher bereits Zweiter Vorsitzender und davor Kassenwart. Zu seinem Stellvertreter wählte die Versammlung Momo Herbert Weberegger, der in früheren Jahren bereits Vorsitzender war. Die Schatzmeisterin Christina Utzmeier kandidierte ebenfalls nicht mehr. Für dieses Amt wurde Wolfgang Petry gewonnen. Auch Markus Stegbauer gab seine Aufgabe als Schriftführer ab. Dies übernimmt nun Ronni Schwabe.
Gleich zwei Jugendbeauftragte, Andi und Vanessa Schirmer, wurden vom Vorstand berufen. Andi Schirmer erklärte, dass einiges geplant sei und er sich diese Aufgabe mit seiner Frau teile. Gleichwohl wurden die Beisitzer bestimmt und Kevin Homm, Andi Meindl und Maximilian Meindl senior in den Vorstand aufgenommen. Mit bewegenden Worten betonte Meindl senior, wie sehr es ihn freue, den Verein, den er gemeinsam mit Momo Weberegger aufgebaut habe, heute so stark zu sehen. „Das bewegt mich sehr“, lobte er.
In der Aussprache wurde auf die starke Gemeinschaft und Mannschaft verwiesen, die es ermögliche, selbst einen Lauf zu organisieren. Wie Petry vorschlug, würde sich die Gemeinde Bergen aufgrund ihrer Infrastruktur dafür anbieten. Ihm sei aufgefallen, dass sich die Krampusläufe meist gleichen. Ein möglicher Krampuslauf in Bergen sollte mehr Showelemente und Auftritte enthalten. Dieser Vorschlag wird im Vorstand beraten.
Schließlich meldete sich Sepp Gehmacher in seiner Funktion als Zweiter Bürgermeister zu Wort und erinnerte an die Anfänge des Vereins, die nicht einfach waren und sich der Verein erst Akzeptanz verschaffen musste. Auch er war sich damals nicht sicher, ob dies Tradition sei und überhaupt in den Ort passe. Er müsse seine Meinung revidieren. „Der Verein ist mittlerweile unabdingbar für das Sozialgefüge in Bergen“, betonte er und sagte die Unterstützung der Gemeinde zu.tb