Ruhpolding – Eine winterliche Vollmondnacht erwartete die Teilnehmer bei ihrer Wanderung von der Laubau zum Zellerbauern-Kaser in der Schwarzachenalm im Rahmen der Veranstaltung „A b’sonderer Weg“ der Ruhpoldinger Tourismus. Dort warteten bei einbrechender Dunkelheit bereits Heine Albrecht und seine Musikanten, die mit ihrer musikalisch umrahmten Geschichte „D’ ewige Hoamat“ mitten in die Herzen der einheimischen Gäste trafen. Im Mittelpunkt der selbst verfassten Erzählung von Albrecht steht das Leben und Sterben eines rechtschaffenen Inzeller Einödbauern.
Den eindrucksvollen Vortrag unterstützten Elisabeth Mader an der Harfe, Simone und Albert Lahner mit Zither und Kontragitarre, Gerhard Eicher, der mit Albrecht als Boda-Zwoagsang wirkte, und das Flügelhorn-Duo Regina und Bernhard Koch aus Inzell.
Mit ihren Weisen und Liedern fügten sich die Musikanten feinfühlig in die Stimmung der Erzählung ein. Nach einer Einführung des Tourismusleiters Herbert Ringsgwandl zur Historie des Zellerbauern-Kasers eröffnete Albrecht mit dem Lied „De Zeit bleibt net steh“, dem sich die verschiedenen Gruppen anschlossen und zur Beschreibung der Heimat des „Oberleitner Einödbauern“, durch Albrecht überleiteten.
Die Familie und einige Wegbegleiter erzählten von dem mühsamen, aber rechtschaffenen Leben des Einödbauern, von der Geburt bis zu seinem Tod. Das Wechselspiel des Lebens spiegelte sich dabei auch in der begleitenden Musik wider. Werte wie Gottvertrauen, Freundschaft und Verlässlichkeit untermalte die Harfe mit passenden Melodien und gab, wie auch die Saitenmusik, den Zuhörern die Zeit zur Verinnerlichung. Im rustikalen Ambiente der Alm klangen sensibel vorgetragene Bläserweisen.
Besonders unter die Haut ging den Besuchern das von Albrecht und Gerhard Egger als Boda Zwoagsang zur Todesstunde des Oberleitners vorgetragene „Näher mein Gott zu dir“ und die „Ewig Hoamat“ sowie das „Ehre sei Gott in der Höhe“.
Nach einer Schlussbetrachtung wirkten Harfenklänge, ein Bläserstück und das getragene „A scheene Weis“ der Saitenmusi.
Mit den Worten: „A Lebm voller Liab und aufrichtiger Treu, des uns an Weg zoagt und uns leuchten kann auf unserm Weg in „D’ ewig Hoamat“, schloss Albrecht die eindrucksvolle Stunde im dunklen Stall des Zellerbauern-Kaser ab. In der Vollmondnacht, umringt von den Chiemgauer Bergen, konnten die Wanderer auf dem Nachhauseweg das beeindruckende Erlebnis noch einmal nachspüren.fkr