Rat spricht sich für Retentionsbecken aus

von Redaktion

Gesamtkosten für Gollenshausener Bau betragen 210000 Euro

Gstadt – Einstimmig genehmigten die Gstadter Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung ein Regenrückhaltebecken in Gollenshausen. Vor der Abstimmung hatte Diplom-Ingenieurin Stephanie Wohlschlager vom Bernauer Ingenieurbüro „Bichler & Klingenmeier“ den Entwurf eines größeren Retentionsbeckens vorgestellt und die Notwendigkeit eines solchen begründet.

Die wasserrechtliche Genehmigung ist abgelaufen, ein letzter Bescheid datiert aus dem Jahr 2010. Ein 700er-Kanal und eine Einleitungsstelle seien zwar vorhanden, aber die Vorschriften machten ein Absatzbecken nötig. Auch hätten die vermehrten Starkregenereignisse in den vergangenen Jahren gezeigt, dass ein größeres Volumen nötig werden könnte. Das Retentionsbecken in Gollenshausen brauche laut Bescheid ein Volumen von 1150 Kubikmetern und einen Drosselabfluss. Mittels verschiedener Schnitte zeigte Wohlschlager die Planungen zur Erweiterung des vorhandenen Beckens.

Der vorhandene Kanal bekomme eine Ableitung, gleichzeitig werde in das Becken ein zusätzliches, einen halben Meter tiefes Absatzbecken, welches einmal im Jahr gesäubert werden muss, gegraben und mit Rasengittersteinen befestigt. Auch werde der Damm mit dem Aushubmaterial erhöht. Alles in allem ist somit ein geordneter Überlauf auf einer Länge von zwölf bis 14 Meter Länge möglich. Der Weg und der Baumbestand rund um das Becken blieben trotz der Vergrößerung erhalten, fügte sie hinzu. Auf Nachfrage von Hartmut Distler (FWG) bestätigte Diplom-Ingenieur Peter Klingenmeier, dass der Aushub ein Bodengutachten brauche, ehe man ihn zum Dammbau verwenden könne. Sepp Gartner (FWG) meinte, dass wohl auch Mücken vom neuen Becken angezogen werden könnten. Gerhard Kreisel (Bürgerliste) schlug vor, das Becken nach Süden zu verschieben und das Absatzbecken noch größer auszuformen. Bürgermeister Bernhard Hainz (FWG) begrüßte es, dass im Entwurf des Ingenieurbüros der Weg und die Bäume am Südende des Beckens erhalten bleiben. Falls Letztere doch weichen müssten, stiftet die Gemeinde zwei neue. Dominikus Schneider (FWG) hakte nach, warum überhaupt ein größeres Becken notwendig sei. Die Fachfrau begründete dies mit den gesetzlichen Auflagen. Eine Drosselung sei im Wasserrechtsvorbescheid vorgeschrieben. Außerdem gebe es immer mehr Starkregenereignisse. Die Gesamtkosten bezifferte die Ingenieurin mit 210000 Euro mit Nebenkosten. Da keine weiteren Nachfragen kamen, fasste Bürgermeister Hainz die Anregungen in einem Beschlussvorschlag zusammen. Das Retentionsbecken inklusive Lehmriegel solle nach Süden verschoben werden. Der Weg soll erhalten bleiben, um Lagerfläche für kurzfristige Maßnahmen zu bekommen. Ein diesbezüglicher Tekturantrag soll in einer der kommenden Sitzungen dem Gremium vorgelegt werden.

Gleichwohl soll ein Grundsatzbeschluss zur Erweiterung des Beckens ergehen, um die Maßnahme vorantreiben zu können. Diesem Vorschlag schloss sich der Rat einstimmig an.elk

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