Unterwössen – Vor der Jahresversammlung des Trachtenvereins „D‘ Achentaler“ Unterwössen setzte sich Pfarrer Martin Straßer im Gottesdienst mit der Tracht und der Gemeinsamkeit der Trachtler auseinander. Die heimische Redur Musi gestaltete die Messe und das anschließende Gedenken.
Der Sprecher der Aktiven, Lukas Größ, blickte auf ein Jahr der Höhepunkte zurück. 25 Mitglieder nahmen regelmäßig an den Veranstaltungen teil.
Diese reichten von der Hochzeit in den eigenen Reihen bis hin zum Gaufest in Reit im Winkl. Auch standen das Weiber- und Dirndlkranzl und das Maibaumaufstellen in Ruhpolding auf dem Programm.
Teilnahme an vielen
Veranstaltungen
Im Gaupreisplatteln und -dirndldrahn wurde ein 14. Platz erreicht. Es gab ein Weinfest und den Vereinsausflug nach Südtirol.
Das vergangene Jahr gestaltete sich für die Kinder- und Jugendgruppe des Trachtenvereins ähnlich lebhaft, zeigte Jugendleiterin Carmen Kurz-Hörterer auf. Auf die Gewandprobe im März folgten 19 reguläre Proben. Zwei Gemeinschaftsproben mit der Jugend in Reit im Winkl bereiteten auf das Gaufest vor. Den Erlös von 600 Euro vom Klöpflgehen spendeten die Kinder an die Feuerwehr Unterwössen. Neben Palmbuschenbinden, musikalischen und tänzerischen Auftritten standen auch die Wallfahrt nach Raiten und die Fronleichnamsprozession auf dem Programm.
Die Kinder- und Jugendgruppe des Trachtenvereins wuchs von 31 auf 41 Teilnehmer. Besondere Anerkennung verdienen Johanna Auer und die aktiven Mitglieder, die die Proben leiteten und bei Bedarf einsprangen.
Von der Saison der Theaterer berichtete Gabi Haslberger. „Eine ganz heiße Nummer“ ging da über die Bühne der Achentalhalle und brachte Darstellern und Zuschauern viel Spaß. Kassier Herbert Schreiber berichtete von einem spürbaren Verlust als Folge hoher Ausgaben aus dem Jahr 2022. Die Versammlung wählte Susi Schreiber zur Zweiten Kassierin.
Vereinsleben bedeutet für den Vorsitzenden Otto Dufter gemeinsam anzupacken und zusammenzukommen. Er erinnerte an das Gaufest mit dem dritten Platz in der Meistbeteiligung und an den Jahresausflug nach Südtirol.
Zum Weiber- und Dirndlkranzl meinte der Vorsitzende, es sei ein Ereignis mit Bedeutung für das Gesellschaftsleben des gesamten Achentals. Besonderes Lob gab es von Dufter für die Jugendarbeit. Überhaupt machten junge Leute den Verein aus. Sie waren es, die ihn gründeten, sie sind es, die ihn tragen, erinnert Dufter.
Getragen von
der Jugendarbeit
Die Platzierung im Mittelfeld des Gaupreisplattelns stimmt auch ihn zufrieden.
In der Vorausschau rief der Vorsitzende auf, sich am Gaufest in Aschau zu beteiligen. Zudem stehen das Starkbierfest und das Wirtshausmusizieren mit dem Oberwössner Trachtenverein an. Dufter hofft auf das bewährte Seefest.
Zusammen mit den Oberwössner Trachtlern richtet der Verein heuer zudem den Gauball in der Achentalhalle aus.
In seinem Grußwort erinnerte sich Bürgermeister Ludwig Entfellner an seinen Eintritt in den Trachtenverein zu Zeiten, als es nicht gut um die Trachtensache stand. Umso mehr freue er sich, heute einen lebendigen Verein zu sehen, getragen von der Jugendarbeit und den Aktiven.
Für deren Arbeit seien die älteren Generationen ein stützendes Rückgrat. Vereins- und Ehrenamt sind die Anker für die Gemeinde, das sei früher wie heute so.