Ein Plus von 3,55 Prozent

von Redaktion

Gute Auslastung bei den Gästezahlen – Montag wird zum wichtigen Anreisetag

Gstadt – Sophia Staller, Leiterin der Tourist-Info Gstadt, informierte den Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung über aktuelle Touristik-Zahlen. Sie konnte Erfreuliches bei den Gästezahlen vermelden. Vor allem in den Monaten April und Mai sowie von September bis Dezember kamen mehr Gäste.

Aufs ganze Jahr verteilt war hier ein Plus von 3,55 Prozent zu verzeichnen. Bei den Übernachtungen hingegen gab es ein Minus von 3,33 Prozent. „Vor allem im Sommer war es ein bisschen schlechter.“

Trend zu kürzeren
Aufenthalten

Insgesamt wurden in 2023 in Gstadt 21710 Gäste gezählt, an Übernachtungsgästen 93304. Im Vergleich zu den Vorjahren seien die Ergebnisse aus 2023 allerdings immer noch sehr hoch, merkte die Touristikerin an. In 2014 beispielsweise wurden 14875 Gäste und 68671 Übernachtungsgäste gezählt. Diese Zahlen stiegen auch stetig an, ehe sie wegen Corona einbrachen. So waren in 2020 14094 Gäste zu vermelden und 70480 Gäste übernachteten in der Chiemseegemeinde. Was die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrifft, so werden die Aufenthalte immer kürzer. Von 4,6 Tage im vergangenen Jahr sei die Verweildauer auf 4,3 Tage gesunken. Stefan Lindner (Bürgerliste) wollte wissen, ob dieser Trend auch in anderen Gemeinden zu spüren sei. Dominikus Schneider (FWG) merkte an, dass er von unter vier Tagen Verweildauer bayernweit gelesen habe. Sophia Staller bestätigte, dass die Verweildauer in der Region ähnlich ausfalle. Ebenso sei festzustellen, dass der Gast von heute nicht mehr nur übers Wochenende anreise, im Gegenteil, der Montag sei mittlerweile ein starker Anreisetag geworden.

Anschließend ging die Tourist-Info-Leiterin noch auf die Belegungszahlen des Ausstellungs- und Seminarraums ein. Im Vergleich zu 2022 musste die Gemeinde zwar im vergangenen Jahr ein Minus von 86,50 Euro hinnehmen – in 2022 konnte die Gemeinde 13271 Euro einnehmen – aber für das laufende Jahr seien knapp 2200 Euro mehr an Einnahmen, insgesamt 15393 Euro, zu erwarten. Der Ausstellungsraum und der Seminarraum werden heuer stärker frequentiert, sagte die Tourist-Fachfrau. Und das „obwohl wir die Stornogebühren ein bisschen angepasst haben.“ Neu sei, dass die Anfragen zu Übernachtungsmöglichkeiten zentral über die Tourist-Info eingingen. Ab Ostern sei auch der neue Urlaubsbegleiter, eine Info-Broschüre, sowohl in Papierform als auch digital erhältlich. Was den MVV – zum 10. Dezember 2023 ist der Landkreis Rosenheim dem MVV beigetreten – angeht, so könne sie zum aktuellen Zeitpunkt keine Erfahrungswerte vermelden. Sie hoffe weiterhin, dass die Gäste Verständnis für die Tarifgrenze an der Landkreisgrenze zum Nachbarlandkreis Traunstein aufbringen. Nach wie vor gebe es keine gegenseitige Anerkennung der Gästekarten.

Hoffen auf Einigung
der Landkreise

Es gebe zwar rund um den Chiemsee die Ringlinie, aber eben nicht mehr. Deshalb hoffe sie, dass sich hier die beiden Landkreise und die Tourismusverbände einigen. Bürgermeister Bernhard Hanz (FWG) bedankte sich bei der Tourismus-Fachfrau und ihrem Team für die geleistete Arbeit. Er habe nur viel Lob über die Kompetenz und Auskunftsfreude der Tourist-Info gehört.

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