Buntes Gemüse aus dem Garten kommt ins Glas

von Redaktion

Frühjahrsversammlung der Jugendleiter der Obst- und Gartenbauvereine im Landkreis Traunstein – Wissenswertes über das Fermentieren

Grabenstätt/Erlstätt – „Lernen durch Tun“ war das Motto der diesjährigen Frühjahrsversammlung der Jugendleiter der Obst- und Gartenbauvereine im Landkreis Traunstein, zu der der Kreisverband Traunstein für Gartenkultur und Landespflege nach Erlstätt geladen hatte.

Die Kreisjugendbeauftragte, Maria Zehentner, eröffnete den Abend mit Worten des Dankes an die Jugendleiter. Sie lobte deren wertvolle Arbeit in den Ortsvereinen, mit der die Ehrenamtlichen die eigene Begeisterung für Natur und Garten an die Kinder weitergeben.

Kreisfachberater Markus Breier schloss sich den Worten von Maria Zehentner an und freute sich, dass so viele sich auf den Weg nach Erlstätt gemacht hatten. Dies zeige, dass das Angebot der Jugend-Verbandsleitung interessant, bunt und vielfältig sei. Angela Wirnshofer, Vorsitzende von Erlstätt, stellte anhand von Bildern die regelmäßig stattfindenden Aktionen für und mit Kindern im Gartenbauverein vor.

Dabei reicht das Angebot vom Sensenmähen über den Besuch beim Imker bis zum Bauen von Vogelhäuschen aus ausgehöhlten Baumstämmen und vielem mehr. Wie wertvoll und wegweisend die Jugendarbeit der Gartenbauvereine sein kann, zeigte Wirnshofer an folgendem Beispiel auf: Der Besuch beim Imker hatte ihren Sohn so sehr beeindruckt, dass dieser im zarten Alter von 13 Jahren die Imkerausbildung machte und mittlerweile 20 Bienenvölker besitzt.

In ihrem unterhaltsamen und praxisnahen Vortrag nahm Andrea Illguth, Kräuterpädagogin aus Grabenstätt, die Anwesenden mit auf eine Ferment-Reise. Dabei erklärte sie, dass das Fermentieren die älteste Art des Haltbarmachens ist und ganz ohne Energieaufwand auskommt. So gab sie praktische Tipps, wie vor allem Anfängern ohne Frust und Verlust das Fermentieren gelingt. Dabei spiele nicht nur die Frische von Gemüse und Obst eine entscheidende Rolle, sondern auch die exakte Menge der Salzzugabe. Wie man nun buntes Gemüse aus dem Garten ins Glas bekommt, lernt man laut Illguth am besten beim Tun. Und so wurde gleich im Anschluss an den Vortrag fleißig gehobelt, abgewogen, geknetet und abgefüllt.

Nach einer kurzen Pause, die für den Austausch untereinander, zum Schmökern am Bücher- und Basteltisch oder in der Saatgutkiste genutzt wurde, stand der Basteltipp der Erlstätter auf dem Programm. Passend zum Frühling bastelten die Jugendleiter aus Holzlöffeln Blumenstecker. Dabei entstanden kleine Marienkäfer, Bienen und Schmetterlinge, die mit einem kleinen Blumengruß mit nach Hause genommen werden durften.

Bevor Zehentner die Versammlung schloss, bedankte sie sich mit einem kleinen Geschenk beim Gartenbauverein Erlstätt für deren Gastfreundschaft. Zum Schluss wurden, wie immer, drei Bücher mit Themen für die Kinder- und Jugendarbeit verlost. Alle waren sich einig, dass es ein gelungener Abend war und zukünftig in einigen Kinder- und Jugendgruppen im Landkreis bestimmt das „Fermentfieber“ ausbrechen wird.

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