Gedächtnisübungen zum Kaffee

von Redaktion

Quartiersmanagerin Ulrike Speicher erläutert Angebote im Sozialausschuss Reit im Winkl

Reit im Winkl – Ulrike Speicher ist seit September 2021 Quartiersmanagerin in der Gemeinde Reit im Winkl. In der jüngsten Sitzung des Sozial- und Kulturausschusses berichtete sie über Aktivitäten und Pläne.

Die Angebote für Senioren organisiert Speicher unter dem Begriff „soziale Teilhabe“. Hierzu gehört zum Beispiel der monatliche „Bunte Nachmittag“ mit etwa 50 Senioren. Seit Dezember trifft sich die Gruppe im ehemaligen Schorsch-Weber-Stüberl im Rathaus-Rückgebäude, das die Senioren in „Stravanzerstüberl“ umbenannten. Am „Bunten Nachmittag“ gibt’s nicht nur Kaffee und Kuchen. Speicher ist wichtig, dass mindestens eine halbe Stunde Aktivitäten eingebaut werden wie Atem- und Gedächtnisübungen sowie Sport. Zudem organisiert Speicher zweimal pro Jahr einen Ausflug. 2023 ging’s auf die Fraueninsel und ins Kehlsteinhaus.

Ebenfalls zur sozialen Teilhabe gehören die Seniorenwanderungen mit Sepp Haslberger, die Faschingsfeier – heuer mit 52 Personen und veranstaltet mit der Pfarrei St. Pankratius – und die Gesprächsgruppe für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz.

Speicher berichtete auch über vergangene größere Projekte. 2022 fanden die Aktionswoche „zu Hause daheim“ und die Demenzwoche statt. Im Jahr 2023 gab‘s die Senioreninfomesse im Achental, einen Vortrag über Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sowie einen Handykurs. Ferner gab’s das „Haus 4.0“, eine Kooperation mit der Hochschule Rosenheim, sowie eine Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein, die Bürokratiebegleitung, einen Vortrag für den Erhalt der Gesundheit – zusammen mit dem Pfarrgemeinderat – und die Fortbildung zur demenzfreundlichen Apotheke.

Auch heuer sind wieder größere Projekte geplant. So steigt wieder die Aktionswoche „zu Hause daheim“ mit zwei Vorträgen, außerdem ist die Aktionswoche „Älterwerden im Achental“. Im Rahmen dieser lockt jeden Abend ein Vortrag in einer Achentalgemeinde. In der Gemeinde Reit im Winkl ist hier ein „Letzte-Hilfe-Kurs“ geplant, der Angehörigen die Angst nehmen und auf mögliche Hilfen vorbereitet. Im Oktober findet die Demenzwoche statt.

Weiter gab die Quartiersmanagerin Auskunft über ihren Teilbereich bei der „Generationenbrücke“. Das Vorhaben laufe gut an, das Konzept stehe. Hier sei sie in Kontakt mit der bayerischen Architektenkammer.

Im Jahr 2023 hatte Speicher 230 Beratungen, vermehrt zur Altersarmut. Weitere Themen umfassten Wohnungslosigkeit, Betreuungssituation, Sozialhilfe, Sucht, Patientenverfügungen und Plätze in Seniorenheimen.

Die Zusammenarbeit mit Ärzten und dem Pflegedienst klappt laut Speicher sehr gut. Auch die Vernetzung zwischen den Quartiersmanagern bayernweit laufe gut. Der Kreis der ehrenamtlichen Helfer für Nachbarschaftshilfe im Ort werde allmählich größer.

Die Sozialausschussvorsitzende und Dritte Bürgermeisterin Dr. Sabine Wörnle lobte die Entwicklung des Quartiersmanagements und das Engagement Speichers. Sie sprach die Altersarmut an und verwies auf den Sozialfond der Gemeinde. Sollten Bürger Hilfe benötigen und anderweitig keine erhalten, könne ein Antrag gestellt werden.sh

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