Breitbrunn/Eggstätt – Mit 83 Jahren verstarb Hans Fritz im Kreise seiner Familie. In seinem Requiem, dass vom Kirchenchor umrahmt wurde, ging Pfarrer Andreas Przybylski in der Eggstätter Kirche St. Georg auf das Leben und Wirken des Verstorbenen ein.
Bekannt als Haberl Hans wurde er 1931 als Sohn der Bauersleute Anna und Anton Fritz in den „Haberlhof“ im Breitbrunner Ortsteil Westerhausen geboren und wuchs dort mit sieben Geschwistern auf. Er verbrachte dort seine Kindheit, die Kriegs- und seine Jugendjahre.
Seine Brüder Josef (1941 in Russland gefallen) und Benno (1943 vor Norwegen ertrunken) kamen vom Krieg nicht mehr zurück.
Nach seiner Lehre als Maschinenbauer in der Eggstätter Firma Knott hielt er – mit ein paar Jahren Unterbrechung – dem Betrieb bis zum Renteneintritt 1995 die Treue.
1956 ehelichte er Hildegard Seidl vom Rimstinger Ortsteil Hötzelsberg und sie schenkten acht Kindern das Leben. In der Folge wuchs die Familie um vier Enkel und vier Urenkel, die sein Stolz waren.
Als jüngster Sohn übernahm Hans 1960 den elterlichen Hof, den er gemeinsam mit seiner Frau im Nebenerwerb betrieb. 1986 übergab er das Hofgebäude nach 30 Jahren an Sohn Josef mit Frau Rita.
Lange Zeit hatte er das Amt des Kirchenpflegers inne, war ein leidenschaftlicher Theaterspieler und lange Mitglied der „Marianischen Männerkongregation“, einer kirchlichen Vereinigung. Wenn es um das „Suchen und Finden“ von Wasseradern ging, wurde Hans ebenfalls gerne zu Hilfe gerufen.
Seine Passion war eine kleine Werkstatt im Keller seines Austragshauses, die sich Hans eingerichtet hatte und in der er – solange es sein Gesundheitszustand zuließ – werkelte. Außerdem genoss er sein Rentner-Dasein durch gemeinsame Radltouren mit seiner Frau in heimatlichen Gefilden. In seiner selbst gebauten Voliere hielt er lange verschiedenste Vögel, aber auch Katzen und Hunde waren seine Freude.
Die letzten Jahre machten ihm Altersbeschwerden und ein Nervenleiden schwer zu schaffen. Dass er am Schluss auf einen Rollstuhl angewiesen war, konnte der Verstorbene nur schwer annehmen.
Letztlich verstarb er im Kreise seiner Familie. Auf dem letzten Erdenweg begleiteten ihn der Burschen- und Arbeiterverein. wak