Reit im Winkl – Eine große Trauergemeinde nahm Abschied von dem im Alter von 80 Jahren verstorbenen Schreinermeister Hans Ritzer.
Von einer eindrucksvollen Geradlinigkeit und Einsatzbereitschaft geprägt gewesen sei das Leben des Verstorbenen, sagte Pfarrer Martin Straßer beim Requiem in der Pfarrkirche St. Pankratius.
In seinem ursprünglichen Heimatort Kössen habe er sich bei der Bergwacht und bei der Musikkapelle eingebracht und neben seiner Arbeit als Schreinergeselle auch fleißig im elterlichen Hof mitgearbeitet. Fasziniert habe ihn sein Leben lang der Werkstoff Holz.
In Reit im Winkl habe er beim Schreinerbetrieb von Alois Gerstl gearbeitet, nach der Einheirat mit dessen Tochter den Meisterbrief erworben und 1987 den Betrieb übernommen.
21 Lehrlinge habe er in seinem Betrieb ausgebildet und sei ihnen stets ein vorbildlicher Vorgesetzter gewesen. Auch nach der Übergabe an seinen Sohn habe er stets eine enge Verbundenheit mit dem Betrieb gezeigt. Kennzeichnend für den Verstorbenen sei auch eine tiefe Gläubigkeit mit regelmäßigem Kirchgang gewesen.
Bei der Urnenbeisetzung im Friedhof senkte sich die Fahne der Schreinerinnung Traunstein, bei der Hans Ritzer von 1990 bis 2008 Vorstandsmitglied war, über dem Urnengrab. Auch eine Bläsergruppe der Musikkapelle Reit im Winkl erwies dem Verstorbenen die letzte Ehre. sh