Angespannte finanzielle Situation

von Redaktion

Trachtenverein Seebruck lässt Jahr bei Versammlung Revue passieren

Seeon-Seebruck – Viele Ehrungen langjähriger Mitglieder und die Vorstellung des 105-jährigen Gründungsjubiläums im kommenden Jahr standen im Mittelpunkt der Generalversammlung des Trachtenvereines GTEV „Seerose“ Seebruck beim Hafenwirt in Seebruck. Insgesamt wurden 13 Mitglieder geehrt, die seit 25 bis 70 Jahren den Verein die Treue halten. Der Vorsitzende Anton Mayer junior betonte: „Die Ehrungen bedeuten mir sehr viel!“

Er musste aber auch im vergangenen Jahr mit seiner Vorstandschaft von sechs Vereinsmitgliedern Abschied nehmen, die verstorben sind. Hans Wolsperger, Marianne Hur, Konrad Umkehrer, Franz Maier Johann Niedermaier und zuletzt Werner Maier sind für immer gegangen. „Danke für Eure Treue und Verdienste zur Trachtensache“, sagte Mayer beim Totengedenken.

Respekt für
Eigenleistung

Im Duo traten die beiden Kassierinnen auf. Lisa Schmieg verlas die Einnahmen, Sabine Daxenberger hatte dieses Mal die unangenehme Aufgabe, die Ausgaben vorzutragen. Am Ende zeigte sich, dass die finanzielle Situation des Vereines etwas angespannt ist. Toni Mayer erklärte sie Sachlage: „Der Kassenstand ist aktuell nicht hoch, das liegt natürlich daran, dass wir im vergangenen Jahr mit unserem Herzensprojekt, dem Vereinsstadel, eine wichtige und langfristige Investition gemacht haben.“ Die Gesamtkosen beliefen sich auf knapp 60000 Euro. „Das war die Obergrenze, darüber wollten wir nicht kommen“. Das war nur möglich, weil der „hochwertige Stadel – eigentlich ist es eine Halle“, so Mayer – von unseren fleißigen Handwerkern in Eigenleistung erstellt wurde. „Respekt für diese Leistung!“, zollte Mayer seiner Mannschaft ein großes Lob. Nachdem ein „leichtes Raunen“ im Saal zu verspüren war, nutzte der Vorstand gleich die Gelegenheit und bat um Unterstützung in Form von Spenden. „Es gibt natürlich auch eine Spendenquittung!“

Die Kassenprüfer Josef Hölzl und „Bibi“ Huber entlasteten im Anschluss die Vorstandschaft.

Der Vorsitzende ließ im Anschluss das ereignisreiche Vereinsjahr Revue passieren: Einer der Höhepunkte war hier das Maibaumaufstellen bei herrlichem Wetter am 30. April. Mayer bedankte sich beim Spender Alois Bernhart, der Gemeinde Seeon-Seebruck, der Freiwilligen Feuerwehr Seebruck und bei Peter Stocker vom Seehotel Wassermann für die Nutzung des Festplatzes.

Zudem wurde der Vereinsstadel eingeweiht. „Es war ein nettes kleines Fest in einem würdigen Rahmen.“ In Kürze soll noch das Hochregallager eingebaut werden.

Es folgte noch das Gartenfest, der Einzug in den Fahnenraum, der Musifrühschoppen und das Weinfest. Ein Wermutstropfen war hier die geringe Besucheranzahl. „Mir hams probiert, aber es hod ned sei soin“, damit hakte Mayer das heikle Thema ab. Verschiedene Versammlungen und Vereine-Preisplatteln und die Trachtenfeste der Nachbarvereine rundeten das Vereinsjahr ab.

Der Zweite Vorsitzende Georg Hölzl machte einen Blick voraus. Er verwies auf das Maibaumfest am 28. April und das Gartenfest vom 25. August. „Mit beiden Fes-ten können wir Geld verdienen, dass wir aktuell brauchen.“ Werbung machte er auch für das 100-jährige Gründungsfest des Trachtenvereines „Almfrieden“ Aindorf-Pittenhart (2. Juni) und das Feuerwehrfest in Truchtlaching am 19. Mai.

Jugendleiterin Julia Mayer berichtete von 25 Kindern, die wöchentliche Proben haben. Osternestsuche in Pullach, der Gaujugendtag in Teisendorf, ein Ausflug in den Funpark „Babalu“ nach Traunstein und das Klopfasinga waren weitere Aktivitäten. Etwas Besonderes war das Schlittenfahren am „Huber-Berg“ an einem der wenigen Schneetage des Winters.

Vorplattler Michael Klinger junior bedankte sich bei seinem Stellvertreter Sebastian Brandstätter, der nun aus Zeitgründen aufhört. Sein Nachfolger ist Christoph Dürrmann. Neben den Fünf-Vereine-Preisplatteln in Seeon waren viele Aktivitäten notwendig. Auftritte bei den Handwerkertagen der Firma Dahm, bei den eigenen Festen sowie „rund um den Maibaum 2023“ waren die Aktiven gefordert. Auch bei fünf Mitgliedern wurde der „Storch aufgestellt“ und man ging zum „Weisen“. „Der Vorstand ist erleichtert, wenn es Nachwuchs gibt“, warf Anton Mayer ein.

„Junge Leute bei
der Stange halten“

Er übernahm mit seinen Stellvertreter Georg Hölzl auch die Ehrungen mit Urkunde, Blumenstrauß und einem Abzeichen. Der Dank folgte von Bürgermeister Martin Bartlweber, der die Vereinsarbeit lobte. „Die jungen Leute müssen bei der Stange gehalten werden. Mit den Worten „Treu der Heimat und dem guten alten Brauch“, schloss Mayer sie Versammlung.

Die Geehrten

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