Dank geht an die Förderer

von Redaktion

Bergwacht Marquartstein zieht Jahresbilanz – Ohne Spenden keine hochwertige Ausrüstung

Marquartstein – Zu Beginn der Jahreshauptversammlung 2024 im Bergwachtheim dankte Bereitschaftsleiter Sepp Auer allen Einsatzkräften, insbesondere seinen beiden Stellvertretern Holger Malchereck und Markus Pertl sowie den Funktionsträgern, Ausbildern und Spezialeinsatzkräften für die im Jahr 2023 geleisteten Dienste. Unter den Spezialeinsatzkräften sind drei Hundeführer, zwei Höhlenretter, ein Canyoning-Retter, ein Technikteam-Mitglied, zwei Bergwacht-Notärzte sowie zwei Mitglieder im Lehrteam der Bergwacht Chiemgau.

28 Einsätze im
Jahr 2023

Wie schon im Jahr 2022, mussten auch 2023 wieder 28 Einsätze unterschiedlichster Art bewältigt werden. Davon waren 25 im eigenen Einsatzgebiet und dreimal wurden Nachbarbereitschaften unterstützt. Zudem unterstützten die Spezialeinsatzkräfte bei 30 Einsätze im ganzen Chiemgau und übernahmen Einsätze im Skigebiet Winklmoos. Leider konnte den Verletzten beziehungsweise intern Erkrankten auch dreimal nicht mehr geholfen werden.

Zehnmal war ein Rettungshubschrauber zur Unterstützung mit im Einsatz. Der anspruchsvollste, mental forderndste und zeitaufwendigste Einsatz war sicher der, als man im Frühwinter zwei Personen aus den Nordabbrüchen des tief verschneiten Hochlerchs bergen musste.

Es waren auch wieder eine Reihe von Veranstaltungen zu betreuen, so der Chiemgau-Trailrun, der Hochgernlauf sowie zwei Bergmessen. Insgesamt waren dabei 330 Stunden an Arbeits- und Veranstaltungsdiensten zusammengekommen, außerdem waren die Einsatzkräfte 68 Stunden mit Naturschutzstreifen im Dienstgebiet unterwegs.

Der Bereitschaft Marquartstein gehören zurzeit 31 Aktive an, davon vier Bergwachtfrauen, sechs nichtaktive Mitglieder und zehn Anwärter.

Mit der Winterprüfung am 10. März 2024 haben seit Anfang 2023 drei Bergwachtfrauen ihre Anwärterzeit abgeschlossen und stehen als vollwertige Einsatzkräfte zur Verfügung. Finanziell stehe die Bereitschaft laut Kassier Thomas Mayr gut da. Nicht zuletzt ist das den 160 Fördermitgliedern zu verdanken und den Einzelspendern, die rund die Hälfte der gesamten Einkünfte generieren und mit deren Unterstützung das hochwertige Equipment immer aktuell gehalten werden könne. Die staatlichen Mittel würden dafür keinesfalls ausreichten.

Ausbildungsleiter Christian Auer bedankte sich anschließend beim Ausbildungsteam und berichtete über 24 Ausbildungseinheiten, davon acht im Gelände. Sieben Aktive der Bereitschaft sind ARS (air rescue specialist), das sind Flugretter mit besonderer Ausbildung in der Notarztassistenz und in Bergetechniken aus dem Hubschrauber. Sieben Aktive sind zusätzlich unterwiesene Einsatzkräfte, die begleitend am Hubschrauber agieren dürfen.

Die Einsatzverantwortliche Antonia Purrer zeigte sich mit dem 2022 eingeführten Alarmierungssystem Alamos sehr zufrieden. Erst kürzlich seien auch neue digitale Meldeempfänger eingeführt worden, die sich allerdings erst noch bewähren müssen, bevor die analogen Meldeempfänger ganz abgeschafft werden. Aktuell stünden sieben fertig ausgebildete Einsatzleiter für die Einsatzannahme und -koordinierung zur Verfügung.

Photovoltaikanlage
wird vergrößert

Der Verantwortliche für Technik und die Bergwachthütte, Christian Tegethoff, berichtete über einige neue Materialanschaffungen, sowie über die Zusammenstellung des kommenden Staatshaushalts 2024/2025.

Weiters informierte er über die 2024 geplante Erweiterung der Photovoltaikanlage der Bergwachthütte und die bereits vorbereitete Erneuerung der morschen Lawinenverbauung über der Hütte.

Außerdem soll im Bereich der Bergwachthütte am Hochgern eine neue Quellfassung mit Wasserspeicher gebaut werden.

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