Initiative benennt alternative Lösung

von Redaktion

Für die Wasserversorgung am Achberg könnte die Knogler-Quelle dienen

Schleching – Im Vorfeld der entscheidenden Verbandsversammlung des WBV (Wasser-Beschaffungs-Verband) Achberg setzten sich die Mitglieder der „Bürgerinitiative Achberg“ ein weiteres Mal zusammen, da sich neue Möglichkeiten der Wasserversorgung ergeben haben.

Der Plan des Landratsamtes Traunstein und der eingesetzten geschäftsführenden Vorstandschaft (die Gemeinde Schleching, in Person Geschäftsführer Martin Plenk) ist, den Ortsteil Achberg zentral an die Wasserversorgung aus Ettenhausen anzuschließen sowie den WBV Achberg aufzulösen, was im Mai 2022 mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen wurde.

Bohrköpfe können
verloren gehen

Diplomgeologe Dr. Jochen Kröger vom Achberg wies in der aktuellen Versammlung noch mal darauf hin, dass die angestrebte Lösung, das Wasser von unten aus Ettenhausen/Wagrain hinauf auf den Achberg über eine in den Steilhang zu verbringende Leitung mittels Bohrungen im löchrigen Gestein (über den Kirchsteig) und einen Berg, der in Bewegung ist, dringend abzuraten sei. Aus seiner Erfahrung sah er bei dieser „hoch komplizierten Aktion“ die Gefahr, dass die sehr teuren Bohrköpfe im Gestein verloren gehen und die Leitungen später durch die Bergbewegungen Leck schlagen. Dazu führte Gerhard Eckhart die gleiche Situation bei der Steigleitung der Wasserverbindung zwischen Seegatterl zur Winkelmoos an, die mittlerweile an zehn Stellen Lecks aufweist, wie aus der Presse zu entnehmen war.

Kröger meinte, die Kostenseite sei sehr hoch und wird auf die Bürger am Achberg umgelegt – die Gerüchteküche spricht von über einer Million Euro. Auch unter ökologischen Gesichtspunkten ist die Maßnahme nicht vertretbar und stellt einen Eingriff in die Natur dar mit den damit verbundenen großen Risiken.

Dr. Jochen Kröger erinnerte an die damalige Situation, als die Entscheidung für das Wasser aus Ettenhausen/Wagrain getroffen wurde, da hieß es, dass Kosten von circa 250000 Euro entstehen und sofort entschieden werden muss, da es sonst keine Förderung mehr gibt. Aus dieser Situation heraus wurde mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit für die Auflösung des Vereins und den Ettenhausener Anschluss gestimmt.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative sind der Meinung, dass die Haideralm-Quelle und die Streichen-Quelle problemlos weiter genutzt werden könnten, aber es tat sich nun eine weitere interessante Option auf, die das Potenzial der Lösung in sich birgt. Es wurde von einem privaten Anwesen die Knogler-Quelle für sich neu gefasst, sie war nicht tief genug. Jetzt sprudelt sie wieder und liefert täglich rund 24 Kubikmeter Wasser, was für alle Anschlüsse am Achberg großzügig doppelt reichen würde.

Platz für den Hochbehälter

Es gibt nun vorsorglich zwei Extra-Anschlüsse, womit Leitungen am Achberg für alle Haushalte gezogen werden könnten und auch für einen neuen Hochbehälter fände sich Platz. Somit wäre eine Lösung, dass die Achberger Wasser vor Ort beziehen könnten, technisch möglich und auch wesentlich ökonomischer und ökologischer.

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