Leserforum

Keine Gründe gefunden

von Redaktion

Zum Bericht „Umweltschutzverband Alztal erwägt rechtliche Schritte gegen Malerwinkel-Bau“, erschienen am 12. März im Lokalteil:

Den Malerwinkel habe ich schon mit meinen Eltern besucht und er liegt mir seitdem am Herzen. Die Besuche waren immer etwas Besonderes für mich. Deshalb verfolge ich die Planung von Anfang an. Erst nach der Info-Veranstaltung in Seeon wurde mir klar, um wie viel größer und höher das Gebäude werden soll. Erstmals wurden Vergleichszahlen genannt. Danach soll die Nutzungsfläche verglichen mit dem des heutigen Bestands verfünffacht werden!

Warum hat man zu keiner Zeit eine Sanierung in Erwägung gezogen und stellt von Anfang an den massiv vergrößerten Bau als alternativlos dar? Eine Sanierung wäre allenfalls billiger und zudem nachhaltiger als ein rund 40 Millionen Euro teurer Neubau. Und wenn es schon ein Neubau sein muss, dann nur mit einer moderaten Erweiterung und einem ansprechenden Bau, der sich harmonisch in die Landschaft einfügt, so wie der Anbau, der vor rund zehn Jahren von einem Architekten mit Fingerspitzengefühl geplant wurde. Amüsiert haben mich die Wortmeldungen von zwei Gästen, die betonten, dass man sich nicht gegen den Fortschritt stellen dürfe, denn auch bei der Elbphilharmonie hätte man sich im Vorfeld über die Dimension aufgeregt und Herrenchiemsee gäbe es nicht, wenn man schon damals den Umweltgedanken so in den Vordergrund gestellt hätte. War das wirklich ernst gemeint?

Ich denke, weder Investor, noch Gemeinde tun sich einen Gefallen, das Vorhaben wie geplant zu realisieren. Ein Redner vom UVA stellte die Frage: Was hat die Gemeinde davon, was hat die Bevölkerung davon? Auch ich habe keine Gründe gefunden, die einen derartigen Neubau rechtfertigen.

Ursula Höllmüller

Bad Aibling

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