Traunstein – „Café & Kater“. Der Name des neuen Lokals von Jacky Wallner. Alles klar – nicht? Sie möge Katzen einfach gerne, sagt Jacky, und es gäbe neben dem Tagescafé auch Barbetrieb am Wochenende: „Und so entstand der Name ‚Café & Kater‘, weil man theoretisch bei mir halt beides bekommen kann.“ Kaffee und einen Kater von etwas zu viel Alkohol am Abend. Echte Katzen sucht man also vergeblich in der Bar.
Name mit einem
Augenzwinkern
Der Name sei mit einem Augenzwinkern zu verstehen, erklärt Jacky. Es soll wirklich „kein Ort sein, wo man sich bloß betrinken will, sondern mit Genuss und Verstand genießen“ und den Kater am nächsten Tag im besten Fall vermeiden. Wir finden den Namen schon mal vielversprechend.
Letztes Jahr zog das Traunsteiner Jugendzentrum in die neuen Räumlichkeiten am Stadtpark um. Sieben Jahre lang war das Café am Rathaus zum Treffpunkt für Traunsteins Jugend umfunktioniert worden. Jetzt stand es wieder leer – nicht zum ersten Mal: Die älteren Bürger kennen es vielleicht noch unter dem Namen Ralphs, das zwischen 1998 und 2007 seine Gäste begrüßte. Zuletzt lief es unter dem Namen CappuVino.
Der Betrieb wurde damals aufgegeben, ein Nachmieter konnte trotz intensiver Suche nicht gefunden werden. Die Stadt versucht, vermehrt gegen das Innenstadtsterben vorzugehen – die Räumlichkeiten sollten schnell wieder zum Leben erweckt werden: Da kam die motivierte und innovative Gastronomin Jacky Wallner genau zum richtigen Zeitpunkt: Ihr Konzept überzeugte die Stadt, Inhaber des Gebäudes.
„Ich hatte eine ganz kurze Karriere im Büro und das war dann aber nichts für mich. Dann habe ich erst in einem Café gearbeitet. Danach bin ich als Selbstständige in einem veganen Lokal in Traunstein mit eingestiegen.“
Jacky träumte von einem eigenen kleinen Laden gleich am Stadtplatz: „Einfach mehr im Zentrum sein, mitten im Traunsteiner Geschehen, wo Dinge zufällig passieren und sich Leute zu einem in den Laden verirren.“ Jacky Wallner mag die Abwechslung. Das kann man auch am Konzept der Inhaberin von „Café & Kater“ erkennen.
Jeden Morgen außer Sonntag öffnen die Türen des Cafés bereits um 8.30 Uhr schon zum morgendlichen Kaffee. Dann geht es nahtlos mit dem Mittagsgeschäft weiter: „Es wird auch immer verschiedene Salate geben und ein wechselndes vegetarisches oder veganes Mittagessen.“ Jacky will auch gar nicht groß missionieren, was den Verzicht von Fleisch angeht. Sie freue sich aber, wenn sie durch gute Qualität und hochwertige Produkte mit ihren fleischlosen Snacks und Gerichten überzeugen kann: „Man muss ja kein Vegetarier sein, um vegetarisch oder vegan essen zu können.“
Auch abends – immer Donnerstag bis Samstag – möchte Jacky ihre Gäste zum „Schlemmen und Schlürfen“ einladen. Regionalität und Bioqualität ist der Inhaberin des Lokals sehr wichtig. Es gibt eine Kooperation mit einer heimischen Kaffeerösterei. Aber auch in dem ein oder anderen Cocktail findet sich ein regionales Produkt: „Wir arbeiten mit sehr hochwertigen Spirituosenherstellern zusammen, wie zum Beispiel Mondino vom Schnitzer.“ Da hält sich dann vielleicht auch der Kater in Grenzen.
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, sogar das Team des neuen Ladens steht: Zwei Vollzeitkräfte und fünf Minijobber sollen für guten Service sorgen. Im Innenbereich haben dann 40 Gäste Platz, so Wallner. Einen schönen Ausblick über den Karl-Theodor-Platz Richtung Berge habe man auch im Innern durch die Glasfront.
Für fast schon italienisches Flair sorge allerdings die Bestuhlung im Außenbereich im Brunnenhof. Und auch kleinere kulturelle Veranstaltungen und Konzerte könne sich Jacky in ihrem Lokal gut für die Zukunft vorstellen.
Eröffnungstermin
ist noch offen
Dann endet das Gespräch: Die Chefin wird wieder auf der Baustelle gebraucht. Gerade nimmt die Theke Gestalt an. Wann genau die Eröffnung von „Café & Kater“ sein wird? Da will sich die Gastronomin nicht festlegen. Es steht noch einiges vorher auf der Agenda. Bald, so Jacky, also demnächst, ruft sie noch schnell, während sie schon wieder bei einem der vielen Handwerker steht und die nächsten Schritte bespricht. Eine Weile müssen Kater und Naschkatzen schon noch abwarten.