Grabenstätt/Chiemsee – Die Schützen kamen aus verschiedenen bayerischen Regionen und auch aus Österreich. Nach fünfjähriger coronabedingter Pause gab es im Grabenstätter Schützenheim endlich wieder ein Sebastianischießen mit alten traditionellen Zimmerstutzen. Bereits zum 14. Mal ist es von der Zimmerstutzen Schützengesellschaft (ZSG) Grabenstätt/Chiemsee ausgetragen worden, um die Tradition der Gründungsväter zu pflegen und fortzuführen.
Die 87 Teilnehmer aus fast allen bayerischen Regierungsbezirken und aus Österreich schossen in Tracht oder traditioneller Schützenkleidung. Moderne Hilfsmittel wie Schießjacken, Schießhosen oder Schießschuhe waren nicht zugelassen. Auf der Sebastianischeibe gelang Josef Nothegger aus Langkampfen mit einem 22,8-Teiler der beste Schuss. Leider konnte er aus terminlichen Gründen den Wanderpreis in Form eines handgeschnitzten Hl. Sebastian und den Wachler – ein Seidentuch an einer Fahnenstange – bei der Siegerehrung nicht persönlich entgegennehmen.
Beim Schießen auf die Glücksscheibe, auf der es 20 Verzehrpreise zu gewinnen gab, war Wolfgang Dreher von der SG Bavaria Moosach erfolgreich. Bei der Meister/Punkt-Scheibe in „vererbter Wertung“ (Ringe vor Blattl) siegte in der allgemeinen Klasse Nikolaus Kratz von der SG Saulgrub und in der Veteranenklasse Alfred Eiglsperger von der Königlich privilegierten Schützengilde Straubing . Beide bekamen eine echt silberne, teilvergoldete Hutnadel und als äußeres Siegeszeichen ebenfalls einen der begehrten Wachler.
Insgesamt wurden bei der Siegerehrung rund 40 Sach- und Verzehrpreise sowie 35 echt silberne, extra für das Schießen hergestellte Hutnadeln vergeben. Der Erste Schützenmeister der gastgebenden ZSG Alois Binder bedankte sich für die engagierte Mitarbeit. mmü